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Mittwoch, 5. Juni 2024

Rezension: Sister Outsider // Audre Lorde

 
 
 NICHT UNTERSCHIEDE LÄHMEN UNS, SONDERN SCHWEIGEN
 
 
 

 
Meine Meinung
Audre Lorde war eine Vorreiterin des intersektionalen Feminismus. Sie hat erkannt, dass sich viele Diskriminierungsformen (Ethnie, sexuelle Orientierung, Herkunft, Klasse, etc.) überschneiden können und man die Gesamtheit betrachten muss, um das Ausmaß der Diskriminierung nachvollziehen zu können. "Sister Outsider" ist eine Sammlung von Essays, Reden und Interviews, die mal mehr mal weniger zu mir durchgedrungen sind. 

Montag, 3. Januar 2022

Rezension: Worüber wir nicht sprechen sollen - es jetzt aber trotzdem tun // Nimko Ali

 DER WEIBLICHE KÖRPER: EINE SUPERHELDIN
 
 

Meine Meinung
Nimko Ali hat in ihrem Buch sehr viele Geschichten von Frauen gesammelt, die die unterschiedlichsten Erfahrungen mit ihren Körpern schildern. Sortiert sind die Erzählungen in vier Bereiche: erste Periode, erster Orgasmus, Schwangerschaft und Menopause. Erster Gedanke von mir: spannend! Zusätzlich werden wichtige Themen in den Texten im Anschluss von Ali erklärt bzw. kommentiert, kulturell/wissenschaftlich/gesellschaftlich eingeordnet und/oder mit eigenen Gedanken oder anderen Themen verknüpft. 

Mittwoch, 27. Oktober 2021

Rezension: Sexpositiv - Intimität und Beziehung neu verhandelt // Beatrix Roidinger & Barbara Zuschnig

 
SPRECHEN WIR DARÜBER
 
 

Meine Meinung
"Wenn man sich auf die sexpositive Reise begibt, kommt es zu einer umfassenden Neuorientierung in vielen Lebensbereichen, die den Blick auf die Welt erweitert." (S. 98) 

Die beiden Wiener Sexualberaterinnen Roidinger und Zuschnig geben in diesem ersten deutschsprachigen Buch über das Thema Sexpositivität eine wunderbare Einführung was es bedeutet, eine sexpositive Haltung einzunehmen, wer alles an der Bewegung beteiligt ist und wie man die Theorie in der Praxis am besten umsetzen kann. Ihre Herangehensweise ist einfach. Sie erklären die notwendigen Begrifflichkeiten und stellen Menschen/Paare vor, die sich auf die Reise begeben wollen, weil sie mit ihrem derzeitigen Sexleben unzufrieden sind. Sie definieren Probleme im Alltag und geben auch Beispiele, wie diese gelöst werden können. Dafür nehmen sie Klient*innen als Fallbeispiele.

Samstag, 11. September 2021

Rezension: Riot, don't diet! Aufstand der widerspenstigen Körper // Elisabeth Lechner

 SCHÖNHEITSREVOLUTION
 
 
 
Meine Meinung
Dünn, fit, weiß, jung, normschön und Haare bitte nur an den richtigen Stellen. So sehen viele Menschen in Magazinen, Filmen/Serien und in der Werbung aus. Ich finde es mittlerweile langweilig, wenn immer die gleichen Typen bedient werden. Außerdem ist diese Gruppe in der Gesellschaft am priviligiertesten. Das ist auf vielen Ebenen problematisch. Lechner hat sich in ihrem Studium mit allen Arten von Körpern beschäftigt, aber vor allem mit den "ekligen" weiblichen Körpern, Körpern, die nicht der Norm entsprechen. Ihr Wissen dazu hat sie nun auch für nicht akademische Kreise in diesem Buch zusammengetragen und aufbereitet. Es ist Zeit für eine Schönheitsrevolution, damit nicht nur patriarchale und kapitalistische Schönheitsideale vorherrschen, sondern die Vielfalt zelebriert und überall auch repräsentiert wird. Doch dafür müssen ganz viele internalisierte Vorurteile abgebaut werden.

Montag, 2. August 2021

Rezension: Die 100 besten Eco Hacks // Katarina Schickling

 

 NACHHALTIGKEIT LEBEN

 

Meine Meinung
In 100 Tipps erklärt Schikling, wie ein nachhaltigeres Leben geht. Schritt für Schritt lassen sich diese in den Alltag integrieren. Alles auf einmal überfordert schnell mal, also besser dort ansetzen, was leicht umsetzbar ist, und sich dann immer weiter entwickeln. Jemand, der*die sich schon mehr mit dem Thema auseinandergesetzt hat, wird hier jedoch nicht mehr so viel Neues finden. In fünf Bereichen - Essen, Müll, Mobilität, Energie, Konsum - geht die Autorin dem Umweltschutz auf den Grund. Die 1 bis 1,5 Seiten langen Tipps setzen sich (leider machmal sehr kurz und oberflächlich) mit den jeweiligen Vorschlägen auseinander. Und sie wiederholt halt wirklich vieles, was man schon zur Genüge gehört hat, vom Stoffsackerl verwenden bis Auto vermeiden. Ein paar interessante, neue Sachen waren für mich allerdings schon dabei.

Dienstag, 2. März 2021

Rezension: Das muss gesagt werden // Elfriede Hammerl

 
PERSPEKTIVENWECHSEL

 

Meine Meinung
Kurz und knackig kommentiert Elfriede Hammerl politische wie gesellschaftliche Themen in ihrer Kolumne im Magazin profil. In diesem Buch sind ausgewählte Texte der letzten zehn Jahre (2010-2020) versammelt, die sich einer breiten Themenvielfalt widmen. Mit ihrer kritischen Sichtweise nimmt sie uns mit auf  Gedankenexperimente, die vor allem die Situation der Frauen in der Gesellschaft erfahrbar machen. Sie pickt sich oft Menschen aus der Masse heraus und versucht durch das Einnehmen dieser Perspektiven, deren Gedanken und Lebenssituationen besser zu verstehen bzw. den Leser*innen besser verständlich zu machen oder eben auch auf sarkastische und ironische Weise Missstände aufzudecken. 

Mittwoch, 27. Januar 2021

Rezension: Regrow - Neue Ernte aus Gemüseresten // Katie Elzer-Peters

 

ZERO WASTE
IN DER KÜCHE

 


Meine Meinung
Viel zu schade für die Tonne - das ist das Motto dieses Buches. Elzer-Peters hat 27 Pflanzen bzw. Küchenabfälle gefunden, die man daheim mit ein bisschen Know-how und Pflege (und Platz) super nachwachsen lassen kann. Dazu gibt sie einen Einblick in den Zero-Waste-Lifestyle und einen Schnellkurs in der notwendigen Pflanzenkunde. Und dann geht es schon los mit den unterschiedlichen Pflanzen und ihren Vermehrungsformen. 

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Rezension: Kindern geben, was sie brauchen // Gunda Frey

 
UNGESTÖRT AUFWACHSEN

Meine Meinung
Wenn Kinder selbstbewusst aufwachsen sollen, dann dürfen sie in ihrer Entwicklung nicht gestört werden, so Gunda Freys These. Die größten Störfaktoren sind laut ihr die Erwachsenen, die aus Unwissenheit, eigenen Problemen, zu viel oder zu wenig des Guten Kinder oft auch unbewusst schaden. Freys Erziehungsratgeber geht von zwei großen Bausteinen aus: sich selbst verstehen und die Kinder verstehen. Wenn beides passiert, kann eine wertschätzende Beziehung und Erziehung gelingen. Die (psychischen) Grundbedürfnisse der Kinder werden kurz erklärt und stehen im weiteren Verlauf des Sachbuchs immer im Mittelpunkt. Die Autorin zeigt, wie man diese am besten erfüllen kann. 

Sonntag, 8. November 2020

Rezension: Youth to Power - Eine Anleitung zum Handeln // Jamie Margolin

 

 HANDBUCH FÜR JUNGE AKTIVIST*INNEN
UND DIE ES NOCH WERDEN WOLLEN

 
Meine Meinung
Jamie Margolin weiß, wovon sie schreibt. Im Jahr 2017 gründete die damals 15-Jährige die Jugendorganisation für Klimagerechtigkeit "Zero Hour" und initiierte im Sommer 2018 den Youth Climate March in Washington, D.C., dem sich viele weitere Jugendliche in anderen Städten anschlossen. Dieses Buch richtet sich an Jugendliche, die sich politisch oder sozial engagieren wollen, die etwas in der Welt verändern und nicht tatenlos zuschauen wollen. Jamie beschreibt, wie man als junger Mensch Schule und Aktivismus unter einen Hut bringt, auf welche Herausforderungen man treffen kann und welche Fehler besser zu vermeiden sind. 

Auch wenn Jamie vorranging Klima-Aktivistin ist und für LGBTQ-Rechte einsteht und die Beispiele im Buch daher auch vermehrt aus diesen Bereichen stammen, sehe ich das Buch als umfassendes Handbuch für jede Art von Aktivismus und nicht als eine Aufforderung, sich dem Klima-Aktivismus anzuschließen. Jamie will (zukünftigen) jungen Generationen Werkzeuge in die Hand legen, wie sie (auch wenn sie noch nicht selbst ihre politischen Vertreter*innen wählen können) auf ihr Umfeld Einfluss nehmen können.

Mittwoch, 30. September 2020

Rezension: Über Forderungen - Wie feministischer Aktivismus gelingt // Hrsg. von Magdalena Baran-Szoltys und Christian Berger

 

FORDERUNGEN FÜR EINE BESSERE GESELLSCHAFT

Meine Meinung
Vor zwei Jahren habe ich das Frauen*Volksbegehren (F*VB) unterschrieben. Meine Unterschrift war nach der Auszählung eine von 481.959. Ab 100.000 Unterschriften muss das Volksbegehren im Parlament behandelt werden. Bis jetzt wurde noch keine der Forderungen umgesetzt.
 "Um Frauenrechte zu schützen und patriarchale Herrschaft abzubauen, bedarf es gesellschaftlichen Wandels, aber auch rechtlicher Maßnahmen. Dafür braucht es Druck auf den Gesetzgeber." (S. 56)
In Österreich ist das Volksbegehren ein Instrument der demokratischen Grundordnung und eine Möglichkeit für Bürger*innen auf höchster Ebene politischen Einfluss zu nehmen. In diesem Buch geben die Initiator*innen und Mitstreiter*innen sozusagen eine Anleitung dafür, wie erfolgreicher feministischer Aktivismus gelingen kann. Sie geben einen Blick hinter die Kulissen und erzählen von Finanzierung, Netzwerkarbeit, Rechtlichem, Corporate Identity und natürlich von ihren Forderungen. 
 
Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des Femtembers. 
 

Samstag, 19. September 2020

Rezension: Ruth Bader Ginsburg - 300 Statements der berühmten Supreme-Court-Richterin // Hrsg. von Helena Hunt

 
"Frauen gehören in sämtliche Positionen, in denen Entscheidungen zu fällen sind. (...) Frauen [sollten] keine Ausnahmeerscheinung sein." (RBG,  S. 174)
 

 
Meine Meinung
Als ich das Buch anfing zu lesen, hat sie noch gelebt. Gestern, am 18.9.2020, ist Ruth Bader Ginsburg im Alter von 87 Jahren gestorben. Ginsburg fing 1957 als eine von neun Frauen* Rechtswissenschaften an der Harvard Law School zu studieren an. Auf neun Frauen* kamen 500 männliche Studenten. In ihrer darauffolgenden juristischen Karriere sticht die Amerikanerin durch ihren unermüdlichen Einsatz für Gleichberechtigung, gleiche Rechte für alle, aber vor allem für die Rechte der Frauen* hervor.

In diesem Buch sind 300 Statements dieser beeindruckenden Frau abgedruckt, die sie im Laufe ihres Lebens zu unterschiedlichen Themen abgegeben hat. Im Buch werden sie inhaltlich sortiert und kapitelweise dargestellt. So findet man Aussagen zur Forderung des gleichen Rechts vor dem Gesetz, der Frauenrechtsbewegung, reproduktive Rechte, zu Gesetz und Verfassung, zum Obersten Gerichtshof sowie zu ihrem eigenen Leben. 
 
Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des Femtembers. 

Dienstag, 9. Juni 2020

Rezension: Periode ist politisch // Franka Frei



WIR WOLLEN MENSTRUATIONSBLUT SEHEN

Meine Meinung
Ich blute. Regelmäßig. Alle 26-28 Tage (es variiert) verliere ich etwa eine halbe Tasse Menstruationsblut. Das ist das Natürlichste der Welt und trotzdem ist dieses Thema bei uns und in vielen anderen Ländern ein Tabuthema. Viele Menschen finden es anstößig, wenn man darüber redet, am besten wird einfach vergessen/verdrängt/versteckt, dass die Hälfte der Bevölkerung einen Zyklus mit Periode hat, haben wird oder gehabt hat. 

Irgendwo Blut zu sehen, das aus der Vagina kommt, ist sowieso von den Gesellschaften (glaubt ja nicht, dass das nur irgendwo weit weg so ist) zu dem Super-GAU (größter anzunehmender Unfall) schlechthin geworden - für die*jenige, der* es "passiert", und für die, die es sehen. Passiert setze ich in Anführungszeichen, da das Wort zum Vokabular einer Tabusprache gehört, die die Periode am liebsten aus der Welt schaffen möchte. Franka Frei schreibt in ihrem Buch gegen dieses Tabu an.

Montag, 25. Mai 2020

Rezension: Unsichtbare Frauen // Caroline Criado-Perez


RIESIGE DATENLÜCKEN

                                                       
Meine Meinung
Beim Autofahren hast du immer wieder Probleme mit schlechtsitzenden Autogurten? Die Schlange vor öffentlichen Toiletten ist viel zu oft ewig lang?  Du übernimmst die meiste unbezahlte Arbeit im Haushalt und/oder mit den Kindern? Die modernen Smartphones sind viel zu groß für deine Hände oder (wenn überhaupt vorhandene) Hosentaschen? Ja?

Wenn du mehrmals mit Ja antwortest, dann gehörst du wahrscheinlich zu der Hälfte der Bevölkerung, bei der gerne mal vergessen wird, dass es sie gibt. Den Frauen*. Schuld an den Problemen bist aber nicht du, schuld sind nicht die Frauen* per se, sondern die Wissenschaft gemacht von Männern für Männer, die "den Mann" als Standard sieht und ihre Studienergebnisse, bei denen die Frauen* oft unterrepräsentiert sind oder auf Geschlechterdifferenzen nicht eingegangen wird, als absolute Wahrheit hinstellt. Caroline Criado-Perez zeigt, wo diese weiblichen Datenlücken gefüllt werden müssen.

Sonntag, 5. April 2020

Rezension: DO IT YOURSELF! #Einfach plastikfrei leben // Charlotte Schüler


TSCHÜSS PLASTIK


Meine Meinung
Plastik ist so verpönt wie noch nie. Aus gutem Grund. Denn es verschmutzt unsere Umwelt, die Meere und unsere eigenen Körper. Also besser früher als später damit anfangen, nach Alternativen zu suchen. Charlotte Schüler hat irgendwann bewusst begonnen, ihr ganzes Leben plastikfrei umzukrempeln und gibt in ihrem Buch Tipps und Tricks, welche Plastikprodukte ganz einfach durch andere ersetzt werden können.

Dazu hat sie das Buch in unterschiedliche Bereiche eingeteilt: Bad, Haushalt, Lebensmittel und Unterwegs. Und stellt ganz viele Rezepte (Körperpflege, Putzmittel, Lebensmittel) und DIY-Anleitungen vor. Zusätzlich gibt die Autorin Informationen, die dem Buch einen großen Mehrwert geben, so zum Beispiel: Wie ernte ich meine Aloe Vera? oder Wie ordne ich am besten meinen Kühlschrank?

Samstag, 4. April 2020

Rezension: Heilende Hormone // Belinda Kirkpatrick und Ainsley Johnstone


HORMONFREUNDLICHE ERNÄHRUNG


Meine Meinung
Die Hormone sind die unsichtbaren Helden unseres Körpers. Unwohlsein, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen können Symptome sein, wenn das hormonelle Gleichgewicht gestört ist. Auch die Ursachen von Problemen bei der Menstruation können auf Hormone zurückgeführt werden.
Belinda Kirkpatrick setzt auf eine hormonfreundliche Ernährung, die dieses Gleichgewicht fördern, unterstützen und halten soll. Dazu führt sie Nahrungsmittel an, die besonders geeignet sind und stellt auch sehr viele Rezepte vor, die Abwechslung auf den Speiseplan bringen. Außerdem gibt sie kompakte Informationen über den Zyklus, Hormone, den Eisprung, häufige Symptome und Erkrankungen. Und auch auf die (bevorstehende) Schwangerschaft wird in einem extra Kapitel genauer eingegangen. Die Aufmachung des Buches fand ich sehr ansprechend und alles ist liebevoll gestaltet, nur die Verarbeitung des Buches ist leider nicht so gut. Der Buchrücken löst sich ab.

Mittwoch, 1. April 2020

Rezension: Die Mutter aller Fragen // Rebecca Solnit


WARUM HABEN SIE KEINE KINDER? 


Meine Meinung
Nachdem ich Rebecca Solnits Buch "Wenn Männer mir die Welt erklären" mit großer Begeisterung gelesen habe, bin ich nicht darum herumgekommen, mir auch dieses hier genauer anzusehen. In "Die Mutter aller Fragen" widmet sie sich wieder dem Feminismus und demzufolge brisanten Themen wie Frausein, Gleichstellung, Privilegien, Schubladen etc.

Mir kommt es so vor, als wäre kein Essayband davor gefeit, dass zwischen den guten Essays immer wieder nicht so gute/langweilige auftauchen. Leider ist es auch hier der Fall. Das Positive ist aber, die guten überwiegen und geben sehr viele neue Argumente und Antworten. Der Titelgebende Essay ist nur einer unter vielen. Ich mochte die erste Hälfte des Buches sehr gerne. Sie schreibt sehr viel über die unterschiedlichen Formen des Schweigens, das Frauen (und Männern) oft auferlegt wird, und wie es gebrochen wird. Außerdem über männliche Gewalt und (gute und schlechte) Vergewaltigungswitze, aber auch über feministische Männer. 

Dienstag, 3. März 2020

Rezension: Der vertikale Balkon- & Terrassengarten // Ursula Kopp


ES GRÜNT SO GRÜN


Meine Meinung
Seit drei Jahren lebe ich in einer Wohnung mit Balkon und ich habe durch ihn mit dem Gärtnern angefangen, jedenfalls so viel, wie der Balkon hergibt. Für neue Ideen und Inspirationen bin ich immer sehr offen und stehe jetzt Anfang März schon in den Startlöchern, endlich wieder mehr draußen zu sein und alles zu begrünen.

Da ich am Balkon nicht viel Platz habe, kommen diese platzsparenden Gestaltungstipps aus diesem Buch genau zur richtigen Zeit. Hier wird nämlich vertikal gegärtnert, also von unten nach oben. Dieses urban-gardening-Konzept gibt es schon seit ein paar Jahrhunderten, die Autorin hat hier moderne Möglichkeiten für einen vertikalen Garten zusammengetragen und auch mit do-it-yourself-Anleitungen ergänzt. Außerdem findet man hier hilfreiches Wissen rund um Pflanzen, ihre besten Standorte und Bedürfnisse.

Dienstag, 25. Februar 2020

Rezension: Moderne Naturkosmetik selbst gemacht // Brigitte Bräutigam


EINSTIEG IN DIE NATURKOSMETIK

Zwischen meinen üblichen Rezensionen, hier mal was ganz anderes :) Ich bin zur Zeit wieder auf der  "Do it yourself"-Schiene und habe dazu ein paar Bücher gewälzt, um mir wertvolle Tipps, Anregungen und Anleitungen zu holen. Diese Sachbücher möchte ich euch in der kommenden Zeit nun vorstellen. 

Meine Meinung
Ein Blick auf die Inhaltsstoffe meiner Kosmetikprodukte hat mich lange sehr oft überfordert und ich habe mich einfach überhaupt nicht ausgekannt. Ich bin zwar jetzt schon lange auf Naturkosmetik umgestiegen, die ich mir schon fertig im Geschäft kaufe, träume aber immer davon, mir irgendwann alle meine Produkte selbst herzustellen, einfach um genau zu wissen, was dort drin ist und was ich meiner Haut antue, ganz ohne geht es ja leider auch nicht.

Brigitte Bräutigam verwendet in ihren Rezepten Zutaten, die auch für zertifizierte Naturkosmetik im Handel zugelassen sind. Die Rohstoffe werden alle hinten in einer Tabelle angeführt, was für mich sehr hilfreich war, um mich in diesem Dschungel an unterschiedlichen chemischen Bezeichnungen zurechtzufinden.  Sie verwendet keine frischen Produkte aus der Küche, dort findet man nur die Pflanzenöle, die zur Anwendung kommen. (Christina Kraus hat einen anderen Zugang zu Naturkosmetik als Brigitte Bräutigam)

Montag, 13. Januar 2020

Rezension: Woher kommt der Hass? Die psychologischen Ursachen von Rechtsruck und Rassismus // Anne Otto


RASSISTISCHE BZW. RECHTE DENKMUSTER 
PSYCHOLOGISCH ERKLÄRT
 


Meine Meinung
In einer Zeit, in der Rassismus wieder gängiger wird und das auch akzeptiert wird, extrem rechte Parteien in Regierungen gewählt werden, einige Menschen explizit nach autoritären Strukturen verlangen und andere menschenverachtendes Gedankengut verbreiten, ist es besonders wichtig, sich bewusst dagegen zu stellen.

Nicht immer fühlt man sich aber einer politischen Diskussion gewachsen. Nicht immer kann man verstehen, was in der anderen Person vorgeht und woher ihre rassistischen Gedanken und rechte Einstellung kommen. Anne Otto hat in diesem Buch mögliche Ursachen von rechtsextremen Einstellungen und von Hass auf eine sehr ansprechende Weise erklärt und veranschaulicht. So beleuchtet sie innere und äußere Vorgänge, wie solche Einstellungen entstehen und verstärkt werden können, aber auch, was jede:r einzelne tun kann, um Hass vorzubeugen.

Freitag, 27. Dezember 2019

Rezension: Handeln statt hoffen // Carola Rackete


ES IST ZEIT ZU HANDELN
 


Meine Meinung
Im Juni 2019 rettete die Kapitänin Carola Rackete mit ihrem Team 53 Menschen auf ihr Schiff, da diese Menschen mit einem Schlauchboot von Libyen kommend das Mittelmeer überqueren wollten und in Seenot geraten sind. Als die Politik und die Behörden keine Lösung für diese Menschen fanden und Rackete durch das Ausharren mit ihren Gästen selbst in eine Notlage auf ihrer SeaWatch3 kam, entschloss sie sich dazu, ohne Erlaubnis in den Hafen von Lampedusa einzufahren. 

Durch diese Aktion erlangte sie durch die Medien eine ungewollte Bekanntheit, nutzt diese jetzt jedoch, um auf Missstände hinzuweisen, die momentan auf unserer Welt herrschen. Sie bringt die Klimakatastrophe, Migrationsbewegungen, Wirtschaftswachstum und globale Ungerechtigkeit zu einem großen Ganzen zusammen, erklärt Zusammenhänge und gibt Lösungsansätze auf politischer Ebene. Gleichzeitig erzählt sie, was damals wirklich auf der SeaWatch3 passiert ist.