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Mittwoch, 21. Februar 2024

Rezension: Butterfly - Das Mädchen, das ein Flüchtlingsboot rettete und Olympia-Schwimmerin wurde // Yusra Mardini

 
 
 
 EINFACH SCHWIMMEN



Meine Meinung
Fluchtgeschichten sind immer dramatisch. Es beginnt mit dem Fluchtgrund, der allein reicht schon. Wirklich freiwillig verlassen viele ihre Heimat nicht, denn was sie erwartet ist eine ungewisse Zukunft und unglaubliche Strapazen. Man lässt alles hinter sich, was man kennt. Yusra hat hier ihre Geschichte aufgeschrieben.
Yusra will einfach nur schwimmen. Sie will trainieren, um an den syrischen Nationalmeisterschaften teilzunehmen und sich irgendwann für die Olympischen Spiele qualifizieren. Doch in Syrien bricht der Bürgerkrieg aus und sie muss jeden Tag damit rechnen, von einer Granate getroffen zu werden. Täglich sterben Freund*innen und Bekannte. Sie müssen ständig umziehen, weil das Leben in Damaskus, der Hauptstadt von Syrien, teuer und gefährlich ist. Als es unerträglich wird, beschließen die 17-jährige Yusra und ihre drei Jahre ältere Schwester Sara sich auf die gefährliche Reise nach Europa zu machen. Das ist im Jahr 2015.

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Rezension: Die Karte der zerbrochenen Träume // Zeyn Joukhadar


 EINE GESCHICHTE ÜBER VERLUST
 
 
Meine Meinung 
In Syrien herrscht Krieg, sodass Nour und ihrer Familie nichts anderes übrig bleibt, als davor zu flüchten. Das junge Mädchen erzählt hier zwei Geschichten. Einerseits ihre eigene Fluchtgeschichte, die von vielen Entbehrungen, Gewalt, Verlust und Angst gezeichnet ist, andererseits erzählt sie von Rawiya, die vor hunderten Jahren in ein Abenteuer aufbricht und als Heldin zurückkehrt. Beide gehen einen ähnlichen Weg, aber mit unterschiedlichen Intentionen. Diese beiden Geschichten verbinden sich auf einer zusätzlichen Ebene, die man erst mit der Zeit erkennt. Das fand ich sehr schön.

Am Anfang hat mich der Wechsel der Geschichten noch aus dem Lesefluss gebracht, ich konnte mich aber relativ schnell darauf einstellen und habe dann bei beiden Erzählsträngen mitgefiebert. Joukhadar ist es meiner Meinung nach hervorragend gelungen, Nours Fluchtgeschichte authentisch und realitätsnah erfahrbar zu machen.