Dienstag, 29. Mai 2018

Rezension: Unterleuten // Juli Zeh



DORFLEBEN



Meine Meinung

Unterleuten ist ein klingender Name für einen Ort, in dem es brodelt und in dem man sich unter Leuten befindet, die einem nicht nur wohlgesinnt sind. Sie spielen alle das Spiel namens Dorfleben. Eine kleine Auswahl von Menschen, die beschlossen haben, am selben Platz zu leben.
Mit einem ungefälschten Blick auf die zwischenmenschlichen Beziehungen und für unwissende Zuschauer unverständlichen Dynamiken, die in so einer Gemeinschaft entstehen, schafft es Juli Zeh einen Gesellschaftsroman vorzulegen, der Menschenstudie und

Donnerstag, 15. Februar 2018

Blogger-Überraschungs-Post


Liebe Leser und Leserinnen!
(ein bisschen Werbung)

Januar/Februar ist meistens die Zeit, in der man sich denkt: "Ich will weeeeg, irgendwohin wo es warm ist." Für mich bedeutet diese Zeit auch jedesmal Uni-Stress mit Prüfungen und Abgaben. Also eigentlich keine so schöne Zeit.

Aber dann findet man zum Beispiel einen rosaroten Brief im Postkasten und denkt sich erstmal: "Wer schreibt mir denn bitteschön einen Brief?"

Und dann ist es einfach eine Überraschung einer sehr sympathischen Autorin, die einfach nur ihre Bücher vorstellen will. Das nenne ich mal eine gelungene Aktion! Ich habe mich sehr darüber gefreut und will euch gerne daran teilhaben lassen. Der kalte, trübe Tag war da schnell vergessen.

Geschrieben hat mir Daniela Kappel aus Österreich, die die beiden Elementa-Bücher geschrieben hat.

Auf www.dala.at könnt ihr euch die Booktrailer anschauen und euch genauer informieren! Viel Spaß!


Samstag, 20. Januar 2018

Rezension: Sumerland 1 - Prinzessin Serisada (1/2) // Johannes Ulbricht


REALITÄT UND FANTASIE VERSCHWIMMEN



Meine Meinung

Ich war echt neugierig. Ein Buch, zu dem es eine APP gibt, bei der man noch mehr über die Geschichte erfahren kann und die mit dem Augmented Reality Phänomen arbeitet. Das Konzept finde ich wirklich spannend. Und ich war anfangs auch wirklich noch motiviert, beides, Buch und APP, auszuprobieren. Augmented Reality ist vor allem durch das Smartphone-Spiel Pokemon bekannt geworden, bei dem massenhaft Menschen mit ihrem Handy vor der Nase durch die gegend herumgelaufen sind, um Pokemon zu sammeln.
Jedoch muss ich schonmal vorab gestehen, dass ich überhaupt nicht in die Geschichte reingefunden habe und ich nicht viel damit anfangen konnte, sodass die APP

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Rezension: Der dunkle Turm - Schwarz (1/7) // Stephen King


DER REVOLVERMANN 


Meine Meinung


Stephen King selbst bezeichnet die "Der dunkle Turm"-Saga als eines seiner wichtigsten Werke. Doch auch er selbst weiß um die Schwächen seines ersten Bandes der 7-teiligen Reihe. Diese erklärt er in einem Vorwort und ich muss sagen, hätte es dieses Vorwort nicht gegeben, hätte ich das Buch sicher irgendwann abgebrochen. 

Der Einstieg ist sehr verworren und holprig und macht eigentlich wenig Lust weiter zu lesen. Der gesamte Geschichtenverlauf ist sehr wirr und es werden kaum Fragen beantwortet, warum jetzt was passiert, warum das jetzt wichtig ist oder wie alles zusammenhängt. Der Revolvermann Roland ist der Hauptprotagonist in der Geschichte, aber zu ihm konnte ich überhaupt keinen Bezug herstellen. Er bleibt sehr blass und unnahbar, was auch die ganzen Rückblenden in seine Vergangenheit nicht wett machen können. 

Die Ausschnitte aus seiner Kindheit

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Rezension: Mit dem Schreiben anfangen // Hanns-Josef Ortheil



EINFACH DARAUF LOS SCHREIBEN



Meine Meinung

Ich kenne es nur zu gut. Diese Leere, dieses Weiß, diese weiße Leere, die mir entgegenstarrt, wenn ich versuche etwas aufzuschreiben. Die Erwartungen des leeren Blattes, die Erwartungen an mich selbst. 

Auch der Autor des Buches kennt das alles und hat Strategien in diesem  Buch gesammelt, wie man aus dieser Anfangsblokade rauskommt, wie man es schafft, das erste Wort auf dieses leere Blatt Papier zu schreiben. Er gibt Hintergrundwissen und baut die Aufgaben aufeinander auf. Sie steigern sich von einfachen Abschreibübungen bis hin zur selbstständigen Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich. 

Er führt viele Beispiele von anderen Autoren und Autorinnen an, die zeigen sollen, wie vielfältig an einem Text gearbeitet werden kann. Begonnen wird mit den Basisvoraussetzungen beim Schreiben: Arbeitszimmer, Schreibtisch, Stift. Danach geht es ans konkrete Schreiben. Ich finde, es waren viele Anregungen dabei, die man für sich selbst noch individuell anpassen kann, und die man nicht streng nach der Vorgabe ausführen muss. Der Autor gibt auch viele Buchtipps, die man noch zusätzlich heranziehen kann, um sich dem Schreibprozess noch mehr hinzugeben. Ich habe einige Sachen ausprobiert und kann sagen, dass Regelmäßigkeit und Routine auf jeden Fall helfen. Bei den längerfristigen Sachen kann ich noch nicht so viel sagen, wie es sich auf mein Schreiben auswirken wird, man kann vieles nebenher machen, solange man ein Notizbuch bei sich hat, und die Inspiration wird jeden Tag aufs Neue entdeckt.

Fazit

Ein gutes Buch zum Einsteigen. Nicht nur den Schreibblockaden geht es an den Kragen, es werden auch Übungen gezeigt, wie man zu seiner eigenen Stimme findet, wie man Charaktere und Orte entwickelt, welche Möglichkeiten es geben kann, wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht.



Infos
  • Autor: Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, darunter dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck und zuletzt dem Stefan-Andres-Preis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt. (Quelle: https://www.amazon.de/Hanns-Josef-Ortheil/e/B001JOXT0E/ref=sr_ntt_srch_lnk_1?qid=1512647558&sr=1-1 7.12.2017)
  • Seitenanzahl: 160 Seiten
  • Einband: fester Einband
  • Verlag: Duden
  • ISBN:  978-3-411-74904-1

Sonntag, 3. Dezember 2017

Rezension: Knickerbocker4immer - Alte Geister ruhen unsanft // Thomas Brezina



 KNICKERBOCKER LASSEN NIEMALS LOCKER!


Meine Meinung
Thomas Brezina lässt sie wieder ihre Spürnasen in Geheimnisse stecken und Kriminalfälle lösen. Die Knickerbocker-Bande ist zurück!! In meiner Kindheit habe ich diese vier schlauen Köpfe geliebt und jedes Buch verschlungen, das ich in die Finger kriegen konnte. 
Das Buch beginnt mit einem Rückblick. Beziehungsweise mit mehreren. Die erste Begegnung, ihr großer Streit und ihre Trennung und wie sie wieder zusammenkommen. Das letzte Knickerbockerbuch ist jetzt schon wieder eine Weile her, aber ihre Charaktereigenschaften wurden auch ins Erwachsenenalter mitgenommen und super dargestellt. Manchmal konnte ich nicht so richtig unterscheiden, ob sie noch Jugendliche sind oder schon Erwachsene, irgendwie ist da die Trennung nicht ganz so gut gelungen.

Teilweise gibt es Ungereimtheiten in der Story und manches war wirklich sehr, sehr weit an den Haaren herbeigezogen und unglaubwürdig. Aber es war auch spannend und die Kombinierungsgabe der Mitglieder war wieder on top. Ich war immer froh, wenn sie selbst auf Sachen gestoßen sind, die sie durch Nachdenken ermittelt haben, und nicht durch Zufall passiert sind. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, das regt zum Weiterlesen an und schafft Spannung. Für mich ist es eher ein Buch für Jugendliche und nicht für Erwachsene. Sie verhalten sich meiner Meinung auch nicht wie Erwachsene, jedenfalls hatte ich oft so das Gefühl. 

Ich liebe die Einfälle des Autors. Ein großer Teil der Story gehört den Protagonisten selbst, was ihnen in den letzten Jahren passiert ist, wie sie sich weiterentwickelt haben, welche derzeitige Lebenssituationen sie haben und wie es ihnen mit der Trennung der Bande geht/gegangen ist. Ich fand das alles sehr spannend und aufschlussreich. Der Schreibstil ist auch sehr angenehm zu lesen und alles ist in Brezina Manier sehr anschaulich dargestellt. 

Fazit
Ich bin schon gespannt, was die Knickerbocker in Zukunft erleben werden. Mit diesem neuen Band wurde ein neuer Grundstein gelegt, der das alte Gemeinschaftsgefühl wieder aufleben lässt und die Detektive wieder zurück in ihre wahre Natur bringt. Für alle Fans ein Muss!


Infos
  • Autor:
    Thomas Brezina, der 1963 in Wien geboren wurde, veröffentlicht seit 1990 Kinder- und Jugendbücher, die mittlerweile in mehr als 35 Sprachen übersetzt wurden und die weltweit millionenfach gelesen werden. Begonnen hat er mit dem Schreiben bereits im zarten Alter von acht Jahren. (...) Sein Durchbruch als Autor gelang ihm 1990 mit der Buchreihe »Die Knickerbocker-Bande«. Drei Jahre später schuf Thomas Brezina »Tom Turbo«, das tollste Fahrrad der Welt, das mittlerweile seit 20 Jahren sowohl als Buchreihe als auch als interaktive Detektivsendung im Fernsehen Kinder begeistert. Es folgten unzählige weitere Werke, wie das »Tiger Team«, welches sogar in China zahlreiche Fans begeisterte und ihm dort den Titel „Meister der Abenteuer“ einbrachte. Insgesamt schrieb Thomas Brezina über 550 Bücher. Über 40 Millionen verkaufte Bücher machen ihn zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchautoren.
    (Quelle: http://ecowin.at/autoren/thomas-brezina/ 16.11.2017)
  • Seitenanzahl: 408 Seiten
  • Einband: fester Einband
  • Verlag: ecowin Verlag
  • ISBN:  978-3-7110-0161-0

Donnerstag, 30. November 2017

Rezension: Wie der Wind und das Meer // Lilli Beck


EINE LIEBE, DIE NICHT SEIN DARF


Meine Meinung
Das Schicksal hat sie zusammen gebracht, das Schicksal aber auch wieder auseinander. Die Geschichte von Paul und Sarah, die den Krieg überleben und durch die dramatischen Umstände zu Geschwistern werden. Das wird ihnen aber auch irgendwann zum Verhängnis.
Lilli Beck versteht es ihre Geschichten in einen zeitgeschichtlichen Rahmen einzubinden und historische Ereignisse gekonnt mit der fiktiven Story zu verbinden. Den Anfang empfand ich noch als etwas holprig. Die beiden Hauptcharaktere sind noch sehr jung und ich konnte mit ihnen noch nicht so viel anfangen. Das wurde aber auf jeden Fall besser, als sie älter wurden. 

Das Buch ist in mehrere Teile eingeteilt, die immer einen Zeitraum darstellen und Ausschnitte aus dem derzeitigen Leben von Paul und Sarah zeigen. Die Perspektiven wechseln nicht nur zwischen ihnen, auch andere Personen bekommen die Chance, aus ihrer Sicht zu erzählen. Das war sehr spannend. Zum Ende hin habe ich den Bezug zu den Figuren ein bisschen verloren, weil eben zwischendrin so viel Zeit vergeht, dass ich mich nicht mehr so richtig darauf einlassen konnte. Aber es ist wirklich spannend zu sehen, wie sich die Personen weiterentwickeln und natürlich das Ende zu erfahren. 

Der Schreibstil ist wieder sehr, sehr gut. Ich finde es sehr angenehm zu lesen und bei mir wurde eindeutig eine Sogwirkung hergestellt. Viel Authentizität schafft die Autorin durch das Einbinden von Dialekten und ortsgebundenen Spezialitäten. Das war echt lustig zu lesen. Ein bisschen kritisieren muss ich die ähnlichen Ausdrücke/Wörter und Wiederholungen, die vor allem beim Austausch der Zärtlichkeiten und Liebesschwüre immer wieder vorkommen. Vor allem am Anfang ist mir das noch verstärkt aufgefallen. Ansonsten wurden wirklich sehr gefühlvolle Szenen gewählt, um die Geschichte auch richtig rüber zu bringen. Das Ende war nochmal sehr vollgestopft mit Informationen und auch Politischem, das hat die damalige Zeit aber auch sehr gut dargestellt.
Fazit
Lilli Becks Geschichten sind immer sehr einfühlsam und spannend. Die historische Einbettung ist wirklich gelungen. Die Nachkriegsjahre sind sehr anschaulich dargestellt. Auch die Liebesgeschichte, um die es sich hauptsächlich dreht, konnte mich völlig überzeugen. Es ist zeitweise sehr schnulzig, aber auch gesellschaftliche und politische Themen werden angeschnitten, die zu dieser Zeit noch sehr anders waren, als heutzutage. Spannend, romantisch, empfehlenswert!



Infos
  • Autorin: Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen. (Quelle: https://www.randomhouse.de/Buch/Wie-der-Wind-und-das-Meer/Lilli-Beck/Blanvalet-Hardcover/e497973.rhd#vita 16.11.2017)
  • Seitenanzahl: 468 Seiten
  • Einband: fester Einband
  • Verlag: Blanvalet Verlag
  • ISBN:  978-3-7645-0577-6