Donnerstag, 25. März 2021

Rezension: Die andere Welt // Julie Cohen

 

 WAS WÄRE, WENN...
 

Meine Meinung
Peggy und Irving bekommen ein Baby. Es ist ein Mädchen. Sie nennen es Louise. Aber was wäre, wenn das Baby ein Junge geworden wäre? In einer Parallelwelt wird es ein Junge namens Louis und Julie Cohen geht den beiden Lebenswegen auf den Grund. Die Ausgangssituation ist gleich: Eltern, Freunde, Heimatort, Interessen, Merkmale im Aussehen. Aber die Fragen lauten: Worin unterscheiden sie sich? Wie verläuft die Erziehung? Welche Entscheidungen treffen sie? Wie behandelt das Umfeld die beiden aufgrund ihres Geschlechts? 

Dienstag, 2. März 2021

Rezension: Das muss gesagt werden // Elfriede Hammerl

 
PERSPEKTIVENWECHSEL

 

Meine Meinung
Kurz und knackig kommentiert Elfriede Hammerl politische wie gesellschaftliche Themen in ihrer Kolumne im Magazin profil. In diesem Buch sind ausgewählte Texte der letzten zehn Jahre (2010-2020) versammelt, die sich einer breiten Themenvielfalt widmen. Mit ihrer kritischen Sichtweise nimmt sie uns mit auf  Gedankenexperimente, die vor allem die Situation der Frauen in der Gesellschaft erfahrbar machen. Sie pickt sich oft Menschen aus der Masse heraus und versucht durch das Einnehmen dieser Perspektiven, deren Gedanken und Lebenssituationen besser zu verstehen bzw. den Leser*innen besser verständlich zu machen oder eben auch auf sarkastische und ironische Weise Missstände aufzudecken. 

Mittwoch, 27. Januar 2021

Rezension: Regrow - Neue Ernte aus Gemüseresten // Katie Elzer-Peters

 

ZERO WASTE
IN DER KÜCHE

 


Meine Meinung
Viel zu schade für die Tonne - das ist das Motto dieses Buches. Elzer-Peters hat 27 Pflanzen bzw. Küchenabfälle gefunden, die man daheim mit ein bisschen Know-how und Pflege (und Platz) super nachwachsen lassen kann. Dazu gibt sie einen Einblick in den Zero-Waste-Lifestyle und einen Schnellkurs in der notwendigen Pflanzenkunde. Und dann geht es schon los mit den unterschiedlichen Pflanzen und ihren Vermehrungsformen. 

Samstag, 9. Januar 2021

Rezension: Der Ickabog (Hörbuch) // J.K. Rowling

 
DAS MÄRCHEN VOM ICKABOG  
 


Meine Meinung
Der Ickabog ist also Rowlings neueste literarische Erschaffung für Kinder. Wobei ich ehrlich gesagt überrascht bin, dass die Altersempfehlung 8 Jahre ist, denn dieses Märchen ist ziemlich düster und brutal. Aber worum geht es denn nun? Der Ickabog ist ein mystisches, sagenumwobenes Monster im Land Schlaraffien, in dem König Fred der Furchtlose herrscht. Es kursieren viele Legenden rund um den Ickabog unter den Einwohner*innen, aber niemand glaubt, dass es ihn wirklich gibt. Nur manchmal machen sich diese Legenden eben selbständig. Fred ist umgeben von zwei engsten Vertrauten, den Lords namens Spuckelwert und Schlabberlott, ersterer wird durch seine Taten das Schicksal des Landes bestimmen. Als Leser*in oder in dem Fall Hörer*in folgt man mehreren Bewohner*innen Schlaraffiens, die alle einen großen Beitrag zum Ausgang der Geschichte leisten. 

Sonntag, 6. Dezember 2020

Rezension: Normale Menschen // Sally Rooney


 DIE MACHT MANCHER MENSCHEN
ÜBER ANDERE

 

Meine Meinung
In Sally Rooneys zweiten Roman geht es um Marianne und Connell, die zusammen zur Schule gehen. Kurz gesagt, Marianne ist reich, aber unbeliebt und Connells Familie ist finanziell nicht so gut aufgestellt, er freut sich aber einer gewissen Beliebtheit unter seinen Mitschüler*innen. Die beiden fangen eine heimliche Liebesaffäre an. Diese Verbindung ist Schicksal für sie beide, denn auch wenn es  eine ständige On-/Off-Geschichte ist, bleiben die beiden auch nach der Schule über die Jahre hinweg miteinander verbunden. 

Donnerstag, 3. Dezember 2020

Rezension: Kindern geben, was sie brauchen // Gunda Frey

 
UNGESTÖRT AUFWACHSEN

Meine Meinung
Wenn Kinder selbstbewusst aufwachsen sollen, dann dürfen sie in ihrer Entwicklung nicht gestört werden, so Gunda Freys These. Die größten Störfaktoren sind laut ihr die Erwachsenen, die aus Unwissenheit, eigenen Problemen, zu viel oder zu wenig des Guten Kinder oft auch unbewusst schaden. Freys Erziehungsratgeber geht von zwei großen Bausteinen aus: sich selbst verstehen und die Kinder verstehen. Wenn beides passiert, kann eine wertschätzende Beziehung und Erziehung gelingen. Die (psychischen) Grundbedürfnisse der Kinder werden kurz erklärt und stehen im weiteren Verlauf des Sachbuchs immer im Mittelpunkt. Die Autorin zeigt, wie man diese am besten erfüllen kann. 

Sonntag, 8. November 2020

Rezension: Youth to Power - Eine Anleitung zum Handeln // Jamie Margolin

 

 HANDBUCH FÜR JUNGE AKTIVIST*INNEN
UND DIE ES NOCH WERDEN WOLLEN

 
Meine Meinung
Jamie Margolin weiß, wovon sie schreibt. Im Jahr 2017 gründete die damals 15-Jährige die Jugendorganisation für Klimagerechtigkeit "Zero Hour" und initiierte im Sommer 2018 den Youth Climate March in Washington, D.C., dem sich viele weitere Jugendliche in anderen Städten anschlossen. Dieses Buch richtet sich an Jugendliche, die sich politisch oder sozial engagieren wollen, die etwas in der Welt verändern und nicht tatenlos zuschauen wollen. Jamie beschreibt, wie man als junger Mensch Schule und Aktivismus unter einen Hut bringt, auf welche Herausforderungen man treffen kann und welche Fehler besser zu vermeiden sind. 

Auch wenn Jamie vorranging Klima-Aktivistin ist und für LGBTQ-Rechte einsteht und die Beispiele im Buch daher auch vermehrt aus diesen Bereichen stammen, sehe ich das Buch als umfassendes Handbuch für jede Art von Aktivismus und nicht als eine Aufforderung, sich dem Klima-Aktivismus anzuschließen. Jamie will (zukünftigen) jungen Generationen Werkzeuge in die Hand legen, wie sie (auch wenn sie noch nicht selbst ihre politischen Vertreter*innen wählen können) auf ihr Umfeld Einfluss nehmen können.