Posts mit dem Label Kremayr&Scheriau werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kremayr&Scheriau werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 11. September 2021

Rezension: Riot, don't diet! Aufstand der widerspenstigen Körper // Elisabeth Lechner

 SCHÖNHEITSREVOLUTION
 
 
 
Meine Meinung
Dünn, fit, weiß, jung, normschön und Haare bitte nur an den richtigen Stellen. So sehen viele Menschen in Magazinen, Filmen/Serien und in der Werbung aus. Ich finde es mittlerweile langweilig, wenn immer die gleichen Typen bedient werden. Außerdem ist diese Gruppe in der Gesellschaft am priviligiertesten. Das ist auf vielen Ebenen problematisch. Lechner hat sich in ihrem Studium mit allen Arten von Körpern beschäftigt, aber vor allem mit den "ekligen" weiblichen Körpern, Körpern, die nicht der Norm entsprechen. Ihr Wissen dazu hat sie nun auch für nicht akademische Kreise in diesem Buch zusammengetragen und aufbereitet. Es ist Zeit für eine Schönheitsrevolution, damit nicht nur patriarchale und kapitalistische Schönheitsideale vorherrschen, sondern die Vielfalt zelebriert und überall auch repräsentiert wird. Doch dafür müssen ganz viele internalisierte Vorurteile abgebaut werden.

Dienstag, 2. März 2021

Rezension: Das muss gesagt werden // Elfriede Hammerl

 
PERSPEKTIVENWECHSEL

 

Meine Meinung
Kurz und knackig kommentiert Elfriede Hammerl politische wie gesellschaftliche Themen in ihrer Kolumne im Magazin profil. In diesem Buch sind ausgewählte Texte der letzten zehn Jahre (2010-2020) versammelt, die sich einer breiten Themenvielfalt widmen. Mit ihrer kritischen Sichtweise nimmt sie uns mit auf  Gedankenexperimente, die vor allem die Situation der Frauen in der Gesellschaft erfahrbar machen. Sie pickt sich oft Menschen aus der Masse heraus und versucht durch das Einnehmen dieser Perspektiven, deren Gedanken und Lebenssituationen besser zu verstehen bzw. den Leser*innen besser verständlich zu machen oder eben auch auf sarkastische und ironische Weise Missstände aufzudecken. 

Mittwoch, 30. September 2020

Rezension: Über Forderungen - Wie feministischer Aktivismus gelingt // Hrsg. von Magdalena Baran-Szoltys und Christian Berger

 

FORDERUNGEN FÜR EINE BESSERE GESELLSCHAFT

Meine Meinung
Vor zwei Jahren habe ich das Frauen*Volksbegehren (F*VB) unterschrieben. Meine Unterschrift war nach der Auszählung eine von 481.959. Ab 100.000 Unterschriften muss das Volksbegehren im Parlament behandelt werden. Bis jetzt wurde noch keine der Forderungen umgesetzt.
 "Um Frauenrechte zu schützen und patriarchale Herrschaft abzubauen, bedarf es gesellschaftlichen Wandels, aber auch rechtlicher Maßnahmen. Dafür braucht es Druck auf den Gesetzgeber." (S. 56)
In Österreich ist das Volksbegehren ein Instrument der demokratischen Grundordnung und eine Möglichkeit für Bürger*innen auf höchster Ebene politischen Einfluss zu nehmen. In diesem Buch geben die Initiator*innen und Mitstreiter*innen sozusagen eine Anleitung dafür, wie erfolgreicher feministischer Aktivismus gelingen kann. Sie geben einen Blick hinter die Kulissen und erzählen von Finanzierung, Netzwerkarbeit, Rechtlichem, Corporate Identity und natürlich von ihren Forderungen. 
 
Dieser Beitrag erscheint im Rahmen des Femtembers.