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Freitag, 9. August 2019

Rezension: Hunger // Roxane Gay


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DER HUNGER NACH LEBEN



Meine Meinung
In ihrem Buch "Hunger" erzählt Roxane Gay ihre persönliche Geschichte. Vor allem die Geschichte ihres Körpers und ihres Hungers. Gay ist besonders dick und sie hat hier niedergeschrieben, warum sie so dick geworden ist, welche Gründe sie für das viele Essen hat, wie die Gesellschaft auf sie reagiert, welche Probleme mit dem Dicksein entstehen können. Sie beschreibt schonungslos, was sie erlebt hat, sie schreibt schonungslos über ihre Gefühle, ihr Verhalten, ihre Beziehungen.

Ich bewundere sie für ihren Mut, sich quasi durch ihre Geschichte nackt vor uns zu zeigen. Ihr Körper ist eben permanent Thema. Und wie stark muss sie sein, wenn sie es geschafft hat, so ein Buch zu veröffentlichen. Sie sagt selbst, dass das keine Erfolgsgeschichte ist, aber trotzdem ist es eine Geschichte, die erzählt werden muss. Und das stimmt. Das viele Essen ist für sie so viel mehr als nur reiner Hunger und um das zu verstehen, muss man eben die ganze Geschichte kennen. 

Mittwoch, 10. Juli 2019

Rezension: Bad Feminist // Roxane Gay


EINE SCHLECHTE FEMINISTIN?
 

Meine Meinung
Wohl kaum, Frau Gay. Jemand, der/die sich so intensiv und kritisch mit den Themen Frauen, Geschlecht, Patriarchat, Rassismus und Popkultur auseinandersetzt und auch sich selbst so reflektiert betrachtet, ist für mich kein/e schlechte/r Feminist/in. Roxane Gay hat sogar m.E. den wahren Kern des Feminismus erkannt. Aber dazu später mehr.

Dieses Buch ist eine Sammlung von Essays, die in den USA schon 2014 erschienen ist. Doch haben die Texte in der ersten deutschen Veröffentlichung 2019 an ihrer Aktualität nichts eingebüßt. Die Autorin hangelt sich von Scrabble (den Text habe ich teilweise nur überflogen und ich habe noch nicht herausgefunden, was er in dem Buch zu suchen hat), über bekannte Literatur u.a. wie "Die Tribute von Panem", "Fifty Shades of Grey" zu Filmen u.a. wie "Der Butler", "12 Years a Slave" zu Musikern wie Chris Brown, Robin Thicke, Kanye West und schafft es mit Referenzen zur Politik, zu bekannten Zeitungsartikeln oder anderen Autor_innen, viele gesellschaftliche und psychologische Strukturen, die für Frauen relevant sind, herauszuarbeiten.