Donnerstag, 9. April 2015

Rezension: Fucking Moskau von Chris Helmbrecht


SEX, DRUGS & WODKA

Heyne Verlag (Klick!)

 

Klappentext

Im Real McCoy findet man schnell Anschluss. Vor mir steht ein Mädchen im schwarzen Kleid, und ich werde von hinten fest gegen sie gepresst. Sie schenkt mir ein Lächeln. Kurz danach bekomme ich endlich die Möglichkeit, meinen Drink zu bestellen. "Das dauert heute wieder", denke ich, als sie plötzlich versucht, mich zu küssen. Es ist schon seltsam, wie schnell das in Moskau manchmal geht. Sie fasst mir in den Schritt, ich umarme sie von hinten. So geht das eine Weile. Auf einmal hat sie ihre Hand in meiner Hose. Keiner der Umstehenden scheint etwas zu bemerken. Der Laden ist einfach zu voll. "Warum nicht mehr?", denke ich ...







Bewertung 

2/5 Herzen






Infos

  • Autor: Chris Helmbrecht, Jahrgang 1971, lebt – nach Stationen in New York und Teneriffa – seit zehn Jahren in Moskau. Nach einer Karriere als Bundespolizist und als einer der besten Extrem-Snowboarder Deutschlands, betreibt er heute eine Kreativagentur und gehört zu den bekanntesten Partymachern und DJs der Stadt. Sein Blog auf stern.de über das wilde Leben in der russischen Metropole machte Furore. Nebenbei schreibt er für verschiedene Magazine, und ist Initiator des englischsprachigen moscow-blog.com. 2012 spielte er die Hauptrolle im russischen Kurzfilm Ya Vernus (dt. „Ich komme zurück“). (Quelle: http://www.randomhouse.de/Presse/Taschenbuch/Fucking-Moskau-Sex-Drugs-Wodka/Chris-Helmbrecht/pr396159.rhd?mid=2&showpdf=false&per=445990&men=792&pub=30000#tabbox 9.4.2015)
  • Seitenanzahl: 223 Seiten
  • Einband: Taschenbuch
  • Einzelband
  • Verlag: Heyne
  • ISBN: 978-3-453-60249-6

Meine Meinung


Fucking Moskau - Der Titel ist Programm. Leider hatte ich ganz andere Erwartungen an das Buch, die es nicht erfüllen konnte. Das erste Drittel war noch in Ordnung, da hab ich mir gedacht: "Ok, er wohnt jetzt in Moskau, mit all den schönen Frauen und den lockeren Regeln, da muss er sich mal ausleben." Aber als nach der Hälfte immer noch keine Besserung in Sicht war, wurde es nur mehr langweilig. Jedes (ok, fast jedes) Kapitel läuft nämlich gleich ab. Chris geht in einen Club, trinkt viel Alkohol, schleppt ein Mädl ab und hat Sex mit ihr. Als ob das das Einzige wäre, das Chris im Leben tut. Abwechslung? Null (naja, die Frauen sind natürlich jedesmal andere!) Irgendeine zusammenhängende Geschichte? Fehlanzeige! Entwicklung des Hauptcharakters? Es gab für mich keinen Unterschied zwischen dem Chris am Anfang und dem am Ende und es sind dann doch einige Jahre vergangen. 

Es kam bei mir so an, als wäre das mit den Frauen Angeberei und er will jedem unter die Nase reiben, wie viele er schon hatte. Vereinzelt liest man wirklich interessante Sachen über die Einstellung der Menschen in Moskau, deren Kultur, wie sie leben, aber wie gesagt, nur vereinzelt und dann wird schnell wieder zum gewohnten Thema Sex, Drogen und Wodka zurückgegangen.  Bezug konnte ich, außer vielleicht zu Chris ein wenig, weil er die einzige Person ist, die sich beständig durchs Buch zieht, zu niemanden aufbauen. Die Nebencharaktere tauchen einmal auf und sind dann wieder verschwunden. Wie ein One-Night-Stand eben so abläuft. Auch Chris war für mich nicht so richtig greifbar.

Literarisch ist das Buch auch keine so große Herausforderung. Es liest sich eigentlich ganz gut und schnell, aber man merkt, dass es das erste Buch des Autors ist. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und das Buch ist mit seinen knapp über 200 Seiten schnell gelesen.

Fazit

Oft sinnloses und oberflächliches Geplänkel über Russlands Frauen und wie der Autor Sex mit ihnen hat. Das, was ein gutes Buch oder eine gute Geschichte ausmacht, ist mir ziemlich abgegangen. Da hätte man bestimmt noch mehr rausholen können. Kein Buch, aus dem ich viel mitnehmen werde. Meine Erwartungen waren einfach ganz andere, als ich dann geboten bekommen habe.

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