Sonntag, 23. Oktober 2016

Rezension: Holding Up the Universe // Jennifer Niven (englisch)


YOU ARE WANTED. 

YOU ARE NECESSARY. 

YOU ARE LOVED.

(DON'T BE SHITTY.)




MEINE MEINUNG

Niven will eine wichtige 'Message' mit ihrem Buch verbreiten: Liebe dich so wie du bist, liebe deinen Körper, und sei nicht scheiße zu anderen, nur weil sie anders aussehen, als du. 
Niven schreibt aus persönlichen Erfahrungen und den Schicksalen enger Verwandter. Sie kann sich wunderbar in andere Menschen hineinversetzen, beschreibt Gefühle, Gedanken und Lebensumstände so, damit man auch als Leser hineinversetzt wird. Man ist sehr nah dran an den Figuren, die alle sehr tiefgründig sind und wirklich alle eine tolle Charakterausarbeitung genossen haben. 

Libby und Jack sind beide wunderbare Protagonisten, die dem Leser/der Welt ihre besonderen Schicksale näherbringen. Die Dialoge sind ein Genuss und Niven's Sprache und Ausdrucksweise gehen direkt unter die Haut. Das Englische ist leicht verständlich und lässt sich flüssig lesen. Die Sprache ist einfach gehalten, nur (vielleicht) Jacks Krankheit und ihre Beschreibungen dazu könnten Schwierigkeiten verursachen.

Die Autorin schreibt gerne Jugendbücher und beschäftigt sich viel mit Jugendlichen. Wenn dafür eine Liebesgeschichte herhalten muss, damit die Geschichte auch ja eine breite Reichweite erlangt (Liebesgeschichten gehen im Jugendalter immer), dann soll es so sein. Die Handlung und der Plot sind leider jedoch nichts Neues. Sehr vorhersehbar und man hat es irgendwie schon hundertmal gelesen. Die Charaktere und die behandelten Themen (Übergewichtigkeit, Gesichtsblindheit, Krebs, kaputte Familien) können jedoch einiges wieder gut machen. 

Wie Jugendbücher-Liebesgeschichten nun mal so sind (diese ist keine Ausnahme), wird es irgendwann sehr kitschig. Der Schluss hat mich dann nämlich unter anderem deswegen auch ein bisschen enttäuscht. Er war irgendwie nur so eine schnelle Abhandlung, damit man endlich zu einem Ende kommt. Aber damit kann ich leben. Davor ist das Buch nämlich sehr, sehr, sehr lesenswert und es regt zum Nachdenken an. Es sensibilisiert gegenüber allen Menschen, und auch wenn die Message vielleicht zu offensichtlich ist, kann sie doch viel bringen.

 

Fazit

Sehr lesenswert und zwar wegen der außergewöhnlichen Protagonisten, der wunderbaren Dialoge und auch wegen der Message, die sich in dieser Geschichte versteckt oder besser gesagt, sehr offensichtlich ist. Die Liebesgeschichte, die sich in diesem Jugendbuch entwickelt, kann nicht auf allen Ebenen überzeugen und der Kitsch ist vorprogrammiert, Handlung und Plot sind nichts Neues und bereits aus anderen Büchern bekannt, jedoch überzeugen andere Dimensionen doch um einiges mehr, um dieses Buch zu etwas ganz Besonderem zu machen.




Infos

  • Autorin:  Jennifer Niven wuchs in Indiana, wo auch „All die verdammt perfekten Tage“ spielt, auf. 2000 machte sie das Schreiben zu ihrem Hauptberuf. Mit der mitreißenden Liebesgeschichte über Violet und Finch ist sie dann als Autorin durchgestartet. Die Rechte an dem Buch wurden in 32 Länder verkauft und eine Hollywoodverfilmung ist in Planung. Mit ihrem Verlobten und ihren Katzen lebt Jenniver Niven heute in Los Angeles. (Quelle: https://www.lovelybooks.de/autor/Jennifer-Niven/ 23.10.2016)
  • Einband: Taschenbuch
  • Seitenanzahl: 388 Seiten
  • Verlag: Penguin Random House
  • ISBN: 978 014 135 7 058

 

Klappentext

Everyone thinks they know Libby Strout, the girl once dubbed 'America's Fattest Teen'. But no one's taken the time to look past her weight to get to see who she really is. Since her mum's death, she's been picking up the pieces in the privacy of her home, dealing with her heartbroken father and her own grief. Now, Libby's ready: for high school, for new friends, for love, and for EVERY POSSIBILITY LIFE HAS TO OFFER. I know the part I want to play here at MVB High. I want to be the girl who can do anything.

Everyone thinks they know Jack Masselin too. Yes, he's got swagger, but he's also mastered the art of fitting in. What no one knows is that Jack has a secret: he can't recognize faces. Even his own brothers are strangers to him. He's the guy who can re-engineer and rebuild anything, but he can't understand what's going on with the inner workings of his own brain. So he tells himself to play it cool: Be charming. Be hilarious. Don't get too close to anyone.

Until he meets Libby. When the two get tangled up in a cruel high school game which lands them in group counseling, Libby and Jack are both angry, and then surprised. Because the more time they spend together, the less alone they feel. Because sometimes when you meet someone, it changes the world - theirs and yours

 

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