Dienstag, 3. November 2015

Rezension: Die Mechanik des Herzens von Mathias Malzieu



Die Zeit heilt [nicht] alle Wunden


btb Verlag (Klick!)

 

Klappentext

Jack ist ein besonderer Junge. Seit seiner Geburt hat er ein mechanisches Herz in Form einer Kuckucksuhr, die jeden Tag neu aufgezogen wird. Nur eines muss er dabei beachten: Niemals, absolut niemals, darf er sich verlieben. Das würde sein zartes Uhrwerk nicht aushalten ...







 

 

 

 

Infos

  • Autor: Mathias Malzieu, geboren 1974 in Montpellier, ist Frontmann der französischen Kultband "Dionysos" und hat bereits mehrere Bestseller geschrieben. Er ist ein Meister im Erfinden von einzigartigen romantischen Traumwelten. Die Mechanik des Herzens wurde zum internationalen Überraschungsbestseller. (Quelle: http://www.randomhouse.de/Autor/Mathias_Malzieu/p392793.rhd 29.10.2015)
  • Seitenanzahl: 188 Seiten
  • Widmung: Für dich, Acacita, denn nur deinetwegen konnte dieses Buch in meinem Bauch heranwachsen.
  • Einband: flexibler Einband
  • Verlag: btb
  • ISBN: 978-3-442-74780-1
  • Originaltitel: La Mécanique du Coeur
  • Wurde mit dem Titel Jack und das Kuckucksuhrherz verfilmt.

Meine Meinung


Ein Herz, eine Uhr, viel Liebe, eine Portion Magie und dazu eine bildreiche Sprache. Das sind die Zutaten für dieses schöne Fantasy-Märchen. Jack kommt am kältesten Tag  aller Zeiten auf die Welt, was sein Herz nicht ganz verkraftet und so wird ihm eine Kuckucksuhr eingesetzt, die seinem Herz beim Schlagen helfen soll. Jack wird dadurch zu etwas Besonderem, aber auch zu jemanden, dem seine Andersartigkeit verübelt wird.

Malzieu ist ein Meister der Verwendung von Metaphern. Kaum ein Satz kommt ohne eine bildliche Umschreibung, ohne einen Vergleich zu einem anderen gedanklichen Bild aus. Einerseits kann das sehr schön sein, andererseits fand ich es auch bisschen zu viel des Guten, so schön die Metaphern auch waren. Der Autor hat ein fantastisches Gefühl dafür, wie er die Magie in seinem Kopf in Worte fassen kann. Seine Ideen sind einzigartig und regen die eigene Fantasie an. Leider wird die Geschichte zum Ende hin sehr verworren und sie verliert ein wenig von ihrem Zauber.

Die Geschichte liest sich wie ein  Fantasy-Märchen. Es gibt einige große Zeitsprünge, bei denen man nicht viel erfährt, was zwischendurch passiert ist. Die Geschichte ist sehr kurz gehalten, wo für mich leider vieles verloren gegangen ist. Vor allem das Zwischenmenschliche war nicht immer nachvollziehbar und schlüssig, eben weil vieles in Zeitraffer erzählt wird und nur Ausschnitte aus Jacks Leben besondere Betrachtung bekommen. Das führte dazu, dass die großgepriesene Liebe zwischen Jack und seiner Angebeteten für mich nicht so richtig spürbar war.

Fazit


Ein schönes Fantasy-Märchen, das mit einzigartigen Ideen und einer bildreichen Sprache verzaubert, jedoch zum Ende hin ein wenig seinen Zauber verliert. Jack mit seinem Kuckucksuhrherz und seiner naiven Vorstellung von der Ordnung der Welt, muss man einfach mal kennengelernt haben. Die Zeit heilt nicht alle Wunden und die Liebe kann sehr schmerzhaft sein,  zwei der vielen Weisheiten, die man durch das Buch lernt.

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