Samstag, 5. September 2015

Rezension: Affenbruder von Kenneth Oppel


EINEN TIERVERSUCH HAUTNAH MITERLEBEN



Klappentext

Als Zan in die Familie Tomlin kommt, ist sich Ben sicher: Seine Familie ist die verrückteste der Welt! Denn Zan ist ein Schimpansen-Baby, mit dem eine Studie durchgeführt wird: Zan soll Zeichensprache lernen. Schon bald herrscht bei den Tomlins großes Affentheater. Zan wird für Ben zum »richtigen« Bruder, den er über alles liebt und zu dem er eine enge Beziehung aufbaut. Als Zan die Erwartungen nicht erfüllt und von der Uni weiterverkauft wird, erlebt Ben die zweischneidigen Seiten von Tierversuchen und fragt sich verzweifelt: Wie weit darf die Wissenschaft Zan für ihre Zwecke einsetzen?





 

 

 

Infos

  • Autor: Kenneth Oppel wurde am 31. August 1967 in British Columbia geboren. Er studierte an der University of Toronto in Ontario und lebt heute mit seiner Frau Philippa Shepphard in Cornerbrook, Neufundland. Seine liebsten Freizeitbeschäftigungen: Lesen, Filme schauen, lange Spaziergänge und Reisen.
  • Seitenanzahl: 439 Seiten
  • Widmung: Für meine ganze Familie
  • Einband: fester Einband
  • Einzelband
  • Verlag: Beltz&Gelberg
  • ISBN: 978-3-407-81206-3
  • Originaltitel: Half Brother
  • Originalverlag: Scholastic Inc.
  • Übersetzt aus dem Englischen von: Martina Instinsky-Anrich / Gerold Anrich

Meine Meinung

Kenneth Oppel hat mit seinem Buch Affenbruder ein immer währendes heikles Thema aufgegriffen. Tierversuche gehen uns alle etwas an, da wir viele Produkte verwenden, die an Tieren getestet wurden und wir das oft gar nicht wissen. Ich hab gehofft, dass das Thema kritisch behandelt wird. Muss man irgendwie fast, um einen authentischen Roman zu schreiben. Anfangs fehlt der kritische Blick jedoch noch. Die Geschichte wird aus der Sicht des (anfangs) 13-Jährigen Ben erzählt und als Leser bekommt man auch nur das mit, was Ben mitbekommt. Ben reift im Laufe der Geschichte sehr und dadurch wird auch das Thema Tierversuche kritischer betrachtet.

In Bens Familie kommt ein Affenbaby namens Zan, das wie ein Mensch aufgezogen werden soll. Zuerst wird es wirklich in die Familie integriert, doch mit der Zeit kommt die Wissenschaft und das 'Versuchsobjekt', das Zan ist, immer mehr durch und zwar so von den Menschen gemacht. Wie es sich für einen 13-Jährigen gehört, spielen in Bens Leben natürlich auch noch andere wichtige Faktoren wie Freunde, Liebe, Zugehörigkeit etc. eine wichtige Rolle. Auch das bekommt einen großen Platz in der Geschichte, was ich sehr gut finde, da sich die Geschichte nicht nur um den Affen drehen kann.

Ben als Hauptcharakter hab ich sehr gern gemocht. Ich finde, er hat das richtige Verhältnis zwischen Kind und Jugendlicher und ich fand es sehr angenehm durch ihn durch die Geschichte geführt zu werden, da er dann doch einiges anders sieht als ein Erwachsener. Die Nebencharaktere waren wieder etwas klassisch verteilt. Da gabs den Ungustl, den Helden, den Groben, die Tussi, etc. aber es gab auch welche, wie zum Beispiel die Mutter, die mich dann wieder überrascht haben.

Der Schreibstil von Oppel war sehr angenehm zu lesen. Ich liebe seine Airborn-Serie und hatte da im Vorhinein keine Bedenken, dass ich da irgendwelche Probleme haben werde und ich wurde auch nicht enttäuscht. Er kann sich sehr gut in den Kopf eines Teenagers hineindenken. Außerdem finde ich es sehr gut, dass schwierige wissenschaftliche Begriffe im gleichen Kontext sofort erklärt werden.

Fazit

Affenbruder ist ein Buch, das den Leser/die Leserin dazu anregt, über das heikle Thema Tierversuche nachzudenken und für sich selbst klar zu werden, wie man dazu steht. Es versucht, durch die Sicht eines Teenagers die Gefühle, die damit immer zusammenhängen, aufzuzeigen und dass es viel mehr darum gehen sollte, was man fühlt und nicht, was das Richtige ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ihr Lieben, was auch immer euch gerade zu meinem Beitrag auf dem Herzen liegt, sagt es mir!

Schreibt einfach drauf los: