Freitag, 4. September 2015

Rezension: Das Nötigste über das Glück von Bernhard Aichner


GLÜCK MUSS MAN TEILEN


Haymon Verlag (Klick!)

 

 

Klappentext

Eine schnörkellose Liebesgeschichte über das kleine große Glück: Hans will nicht mehr leben - bis er Elvina kennenlernt. Bunt, voller Energie und Lebenslust nimmt sie ihn mit auf einen Roadtrip nach Spanien. Auf ihrem Weg finden die beiden, was sie gesucht haben: das stille, zarte, intime Glück.











 

 

Infos

  • Autor: Bernhard Aichner, geboren 1972, lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck. Mehrere Literaturpreise und -stipendien. Zahlreiche Theaterstücke, Hörspiele sowie Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. (Quelle: http://www.haymonverlag.at/page.cfm?vpath=autoren/autor&upi=301 4.9.2015)
  • Seitenanzahl: 113 Seiten
  • Einzelband
  • Verlag: Haymon
  • ISBN: 78-3-7099-7205-2
  • Weitere Bücher: Totenfrau, Totenhaus

Meine Meinung 


Das Nötigste über das Glück ist ein durchwachsenes Buch, das durchaus seinen Charme hat, jedoch sehr eigensinnig ist und man den Stil mögen muss. Es fallen sofort die kurzen Sätze auf, die oft nur aus zwei, drei Wörtern bestehen und mit denen man zurechtkommen muss. Ich behaupte, dass das in einem normalen Roman etwas zu wenig ist. Für den Spannungsaufbau in einem Thriller aber sehrwohl funktionieren kann. Durch das kurzangebundene Erzählen ist es schwer, eine Beziehung zur Geschichte aufzubauen, geschweige denn zu den Charakteren, auch wenn man mit der Zeit ein mehr oder weniger gutes Bild von ihnen bekommt.

Die Charaktere sind sehr eigensinnig und oft unergründbar. Mit Rückblicken in die Vergangenheit versucht der Autor die Beweggründe der einzelnen Figuren verständlicher zu machen und der Geschichte etwas Spannung einzuhauchen. Der Roadtrip, den Hans und Elvina bestreiten, hatte für mich jetzt nicht den Reiz darüber zu lesen, wie ich es bei anderen Roadtrips hatte. Die Beziehung zwischen Hans und Elvina blieb für mich immer sehr flach, auch wenn sie als sehr innig beschrieben wurde. Aber durch die kurzen, nüchternen Sätze konnte ich, wie gesagt, auch hier nicht voll mitfiebern. 

Die Geschichte an sich ist von der Idee her gut. Es ist eine Liebesgeschichte, die eben ohne große Beschreibungen auskommt und trotzdem irgendwie funktioniert. Nach Liebe und Glück strebt doch jeder im Leben. In der Geschichte sieht man, dass beides nicht perfekt sein muss, um zur Erfüllung zu kommen. Um es jedoch als Leserin genießen zu können oder etwas mitnehmen zu können, war es mir einfach insgesamt zu wenig.

Fazit

Bei dem Buch kann ich mich nicht recht entscheiden, ob es mir gefallen hat oder nicht. Es hat sowohl positive als auch negative Aspekte. Mit den kurzen Sätzen gehen viele Emotionen verloren, die ich bei einem Buch gerne habe und wo ich dann mitfiebern kann. Auch die Charaktere enttäuschen ein bisschen und bringen die Story nicht so rüber, wie ich es mir erwartet habe.



Danke an Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.

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