Dienstag, 14. April 2015

Rezension: Unmensch von Sönke Hansen



WAS WÜRDEST DU TUN?


Amrun Verlag (Klick!)

 

 

Klappentext

Dem Journalisten Mark Dorn bietet sich die einmalige Gelegenheit, einen Serienkiller auf der Jagd zu begleiten. Doch die Sache eskaliert. Plötzlich klebt auch an Marks Händen Blut. Kann er den mordenden Unmenschen noch aufhalten? Will er es überhaupt? 











Bewertung

4/5 Herzen




Infos

  • Autor: Das Dunkel der Welt erblickte Sönke Hansen 1980 in Schleswig Holstein. Seine Jugend verbrachte er an der Eastcoast, in dem malerischen Städtchen Eckernförde. Aktuell lebt und schreibt er in Ochtendung, einem kleinen Dorf in Rheinland-Pfalz. Er liebt Horror in Bild, Ton, Wort und Pixel, in all seinen Facetten, Genres und Subgenres. Und er liebt es, darüber zu schreiben. (Quelle: http://www.amrun-verlag.de/sonke-hansen/11.4.2015)
  • Seitenanzahl: 198 Seiten
  • Widmung: für Keno
  • Einband: Taschenbuch
  • Einzelband
  • Verlag: Amrun Verlag
  • ISBN: 978-3-944729-57-3

Meine Meinung


Unmensch hat mich vorallem wegen dem moralischen Dilemma so sehr interessiert. Ich war mir meiner Position schon vor dem Lesen ziemlich sicher, musste aber manchmal damit hadern, als ich mich mit der Geschichte konfrontiert sah. Im Endeffekt hat sich aber bei meinem Standpunkt nichts geändert. Eine Meinung zu dem Ganzen sollte jeder für sich selbst finden.

Der Hauptcharakter Mark Dorn ist Extremjournalist, heißt, dass er so ziemlich alles für eine brisante Story tun würde. Diesmal begleitet er einen Serienmörder, live. Mark war mir anfangs sympathisch, befreundet wollte ich mit ihm aber nicht sein. Ich fands interessant zu beobachten, wie ich am Anfang aus nächster Perspektive seine Handlungen verfolgt habe, mit der Zeit aber mein Beobachtungsposten immer weiter von ihm entfernt habe. Vielleicht auch, um zu seiner persönlichen Entwicklung Distanz aufzubauen. Nebencharaktere kommen eher selten zu Wort. Mark ist mehr der Einzelgängertyp.

Der Schreibstil ist sehr mitreißend und das Ganze lässt sich flüssig und leicht lesen. Leider muss ich einige Rechtschreibfehler bemängeln, die sich mit der Zeit häufen. Das mindert das Lesevergnüngen ein bisschen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Sicht wechselt manchmal von Mark zum Serienmörder, Mark hat aber eindeutig Vorrang.

Wenn zum Serienmörder gewechselt wird, war es dann, wenn er dabei war, jemanden zu töten. Und das auf eine sehr (sehr) brutale Art und Weiße, die auch noch sehr (sehr) detailliert und blutig beschrieben wird. Für meinen Geschmack ein bisschen zu detailliert, ich hab die Szenen meistens nur überflogen, weil sie mir zu grausam waren. Da merkt man, dass der Autor eigentlich aus der Horror-Szene kommt. Die anderen Kapitel hingegen, hab ich sehr gern gelesen.

Fazit

Ich bin überrascht, wie gut mir das Ganze gefällt. Die Folterszenen waren mir ein bisschen zu detailliert und brutal, aber ansonsten ist die Geschichte sehr lesenswert und hält einige Überrraschungen bereit. Eine Empfehlung für Thriller-Fans, die es gerne blutig mögen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ihr Lieben, was auch immer euch gerade zu meinem Beitrag auf dem Herzen liegt, sagt es mir!

Schreibt einfach drauf los: