Mittwoch, 17. September 2014

Rezension: Gated - Die letzten 12 Tage von Amy Christine Parker (Band 1/2)



>>ICH DACHTE, DAS BÖSE LEBE AUSSERHALB UNSERER MAUERN. ICH HABE MICH GEIRRT.<<



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Klappentext


 Seit ihrer Kindheit hat Lyla dem Führer ihrer Gemeinschaft, der sich Pioneer nennt und das Ende der Welt prophezeit, bedingungslos gehorcht. Erst als sie sich in Cody, einen Jungen von außerhalb, verliebt, beginnt sie, die strengen Regeln und Gesetze der Gemeinschaft zu hinterfragen. Doch Widerstand lässt Pioneer nicht zu...

Der gefährliche Kampf einer Siebzehnjährigen gegen ein von Gewalt und Gehorsam geprägtes Regime.





Bewertung

5/5 Herzen
 


 

Infos

  • Autorin: Amy Christine Parker machte in Lakeland, Florida, ihren Abschluss als Grundschullehrerin und versuchte sich dann in vielen verschiedenen Jobs, bevor sie erkannte, was sie wirklich will: Bücher schreiben. Heute arbeitet sie als hauptberufl iche Autorin und wohnt mit ihrem Mann, ihren beiden Töchtern und einer unbeschreiblich fetten Katze in der Nähe von Tampa, Florida. (Quelle: http://www.dtv.de/autoren/amy_christine_parker_17160.html 31.8.2014)
  • Seitenanzahl: 328 Seiten
  • Widmung: Für meinen liebevollen Ehemann Jay und meine wunderschönen Töchter Samantha und Riley, weil sie mir die Zeit und Gelegenheit gaben, meine Träume zu erfüllen.
  • Einband: fester Einband
  • Verlag: dtv Deutscher Taschenbuch Verlag
  • ISBN: 978-3-423-76098-0
  • Übersetzerin: Bettina Münch
  • Originaltitel: Gated
  • Originalverlag: Random House Children's Books
  • Fortsetzung: (02) bisher nur auf Englisch: Astray; Deutsch: Gated - Sie sind überall (Erscheinungstermin Frühjahr 2015)

Meine Meinung


Gated ist für mich eines der spannendsten Bücher dieses Jahr und generell, die Geschichte hat potenzial zu den top Geschichten aller (meiner) Zeiten in meinem Regal aufzusteigen. Und das will was heißen. Auf eine unglaubliche Weise erhält man als Leser einen Einblick in den Alltag, die Strukturen, die Beweggründe und Ansichten einer Sekte oder eben Gemeinschaft, wie die Bewohner sich selbst sehen.

 Ich hatte die ganze Zeit ein bedrückendes Gefühl in der Brustgegend, wenn ich von Lyla und ihren Freunden und ihren Leben gelesen habe. So richtig weiß man ja nicht, wie es abläuft, wenn man in so einer Gemeinde lebt. Aber so wie es hier beschrieben wird, stellt man es sich vor. Das machte das ganze so realistisch. Am Anfang jedes Kapitels werden Aussagen und Zitate von Pioneer angeführt. Zusätzlich findet man dort auch Zitate von anderen Sektenführern, die es glaub ich wirklich in unserer Welt gegeben hat. Es wurden auch Tonbandaufnahmen zitiert, die es wirklich gibt. Alles zusammen sind diese Zitate echt erschreckend und grausam. Sie hatten auch immer einen Bezug auf das folgende Kapitel.

Es war schwer sich in die Charaktere wirklich hinein zu versetzen, da die Welt, in der sie leben so anders ist und auch ihr Denken sich so abhebt. Sie haben aber situationsgerecht gehandelt und ich könnte nichts aussetzen. Lyla wurde nicht unbedingt meine beste Freundin und auch die Nebencharaktere blieben mir eher fremd. Das fand ich aber nicht unbedingt störend, da die Geschichte und die ganzen Rahmenbedingungen so genial waren, dass, zum Beispiel eine fehlende Charakterentwicklung, mir nicht so aufgefallen ist.

Vom Schreibstil her war das Buch echt angenehm zu lesen. Ein typisches Jugendbuch mit typischem (amerikanischen) Schreibstil. Zwar nichts herausstechendes, aber genau richtig, um in einen tollen Lesefluss zu kommen.

Besonders gefallen haben mir die Rückblenden ins Leben von Lyla's Familie vor dem Eintritt in Pioneer's Gemeinschaft. Sie erklären viel, warum sie so leben, wie sie jetzt leben, warum so sind, wie sie sind. Für mein Verständnis und um mich besser in die Situation der Gemeinschaft hinein zu denken, waren die Rückblenden echt hilfreich und sie geben der ganzen Geschichte viel mehr Tiefe. Eine kleine Liebesgeschichte durfte natürlich auch nicht fehlen. Wie das nun mal so ist. Aber es ist für mich nachvollziehbar und hat auch gut hineingepasst. Das Ganze ist sogar leitend für die Entwicklung der Geschichte.
Gated - Die letzten 12 Tage könnte gut ein Einzelband bleiben und nie zuvor hab ich mir gewünscht, das es einer wäre. Das Ende ist wirklich gut geschrieben und ich war so zufrieden, dass ich gar keine Fortsetzung brauchen würde. Natürlich freu ich mich auf Band 2, aber ich glaube, dass dieser nie an den ersten Band ran kommen wird. 

Fazit

Das Buch gibt einen bedrückend realistischen Einblick in das Denken und Leben einer Sekte und ist von seiner Originalität so genial, dass es im Genre Jugendbuch ein unbedingtes Must Read für jeden Genreleser ist! Eines meiner absoluten Highlights dieses Jahr!

Kommentare:

  1. Hey Anja:)

    Eine sehr schöne Rezi! Die Zitate haben mich auch etwas erschreckt, es ist wirklich heftig, was manche Leute so denken.
    Ich habe das Buch ebenfalls gelesen und war jetzt herrlich gesagt etwas überrascht hier zu lesen, dass es noch einen zweiten Teil geben wird. Eigentlich fand ich das Ende ziemlich perfekt und wie du bin ich mir sicher, dass der zweite Teil nie an den ersten Teil wird anschließen können! Also von der Bewertung her;)

    LG
    Anne

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    1. Hallo Anne :)
      Vielen lieben Dank!
      Ich schraube meine Erwartungen an den 2. Band ziemlich runter, lass mich dann aber gern auch positiv überraschen, sollte der wirklich gut sein!

      Liebe Grüße
      Anja

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  2. Hey:)
    Gerne:)
    Ja, mal schauen, ich bin ja immer für positive Überraschungen gut;) Weißt du denn, wann der zweite Teil in deutsch erscheint??

    LG
    Anne

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    1. Hi :)

      Auf Facebook hat der Verlag geschrieben: "Im Frühjahr nächstes Jahr geht es mit ›Sie sind überall‹ weiter!" :D

      Liebe Grüße
      Anja

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