Montag, 29. Juli 2013

Rezension: Viejendalisk - Der Pakt um Nadim von Flo Wandemberg (Band 1/3)

 

Klappentext

Vlou soll in der Aristei seines Onkels Dalio arbeiten, doch tief in seinem Herzen fühlt er sich zu etwas anderem berufen. Kurzerhand flüchtet er von zu Hause. In den Wäldern von Madigaar verirrt Vlou sich und findet schließlich Einkehr bei einer alten Frau namens Namaria. Hier beginnt Vlous neues Leben. Namaria lehrt ihn alles über weiße Magie, was sich für ihn als mehr als nützlich erweist - denn in Viejendalisk beginnen dunkle Mächte zu arbeiten!

 

Bewertung

1/5 Herzen

 

 

 

 

 

Info

  • Autor: Flo Wandemberg, geboren 1981 in Kärnten, besuchte nach abgeschlossener Tischlerlehre eine Abendschule und begann danach Jus zu studieren. „Der Pakt um Nadim“ ist sein erstes Buch der mehrteiligen Serie von „Viejendalisk“.
  • Seitenanzahl: 235 Seiten
  • Einband: Taschenbuch
  • Der Pakt um Nadim ist der erste Band einer Trilogie
  • Fortsetzungen: (02) Die Handlanger des Feuers (noch nicht erschienen)
  • Verlag: novum pro Verlag
  • ISBN: 978-3-99026-884-1

Eigene Meinung

Mit diesem Buch hatte ich leider so meine Probleme. Ich konnte mich in Viejendalisk einfach nicht zurecht finden. Die Welt wurde für mich nicht real, nicht mein Zuhause, ich hab mich während dem Lesen nicht so wohl gefühlt und die Charaktere konnten mir dabei auch nicht helfen, bis hin zum Schluss wurden wir einfach keine Freunde.

Meine größten Probleme hatte ich mit dem Schreibstil. Viele kurze Sätze, Wörter die einfach nicht passten, vom Sinn her schon, nur manche kamen mir einfach "fremd" vor, wenn ich darüber gestolpert bin. Der Schreibstil war für mich generell sehr holprig und sehr, sehr einfach gehalten. Es war einfach sehr anstrengend zu lesen.
Aufgefallen ist mir, dass oft etwas beschrieben wurde und dann ein, zwei Sätze später nochmal das Gleiche nur mit einem anderen Wortlaut und auch manchmal mit dem gleichen Wortlaut nochmal gesagt wurde. Und auch mit alltäglichen Floskeln hat der Autor nicht gesparrt. Diese Floskeln haben mich mit der Zeit ziemlich genervt.
Für meinen Geschmack wurde viel zu viel erklärt (vorallem über die Welt, deren Aufbau), die Handlung nicht gerade spannend erzählt und den Sinn hinter dem Ganzen hab ich lange nicht verstanden, da der Titel eigentlich überhaupt nichts mit der Geschichte zu tun hat.

Schwer hab ich mir auch getan, dass für Alles ein neuer Name erfunden wurde und ich mir die nicht alle merken konnte, weil es wirklich viel zu viele waren. Auch die Namen der Protagonisten konnte ich lange nicht mit den Personen verbinden, da es einerseits eine Menge an Leuten gab, die man sich merken musste, und andererseits die Namen oft so exotisch und auch ähnlich klangen, dass ich oft froh war, dass ich sie aussprechen konnte.

In der Geschichte geht es eigentlich um Vlou, der auch am Anfang noch eher die Rolle des Hauptcharakters eingenommen hat, doch mit der Zeit hat sich das verflüchtigt und es gab dann irgendwie nur mehr viele Nebencharaktere und keinen richtigen Hauptcharakter. Die Sicht wurde nämlich immer wieder zwischen den vielen Personen gewechselt und es gab keine richtige Struktur.
Vlou ist glaub ich 18 oder 19, doch mir ist es oft so vorgekommen, als wäre er noch ein kleines Kind. Seinen Charakter fand ich nicht gerade sympathisch, da er einfach zu gut dargestellt wurde. Er blieb ziemlich blass und ich konnte mit ihm einfach nichts anfangen.
Auch die Nebencharaktere hatten wenig Konturen, handelten für mich nicht logisch oder authentisch, waren viel zu übertrieben und konnten mich ebenfalls nicht überzeugen.

Die magische Seite der Welt war sehr schwach. Sie hatte zwar keine Grenzen, dabei sind Grenzen in einem Fantasy Roman das Um und Auf. Für alles wurde eine Lösung gefunden mit den unglaubwürdigsten Mitteln. Die Magie hatte für mich nicht Hand und Fuß, sie war nicht greifbar. Sie war einfach da und das mein ich jetzt nicht positiv.

Fazit

Ich hab mich durch dieses Buch durchgequält, was einerseits auf den holprigen Schreibstil und andererseits auf die blassen, unglaubwürdigen Charaktere zurückzuführen ist. Erklärungen gab es im Übermaß, Handlung nur eher spärlich. Ich hab jetzt lange überlegt, ob ich 1 oder 2 Herzen geben soll, aber es reicht, auch vom Gefühl her, einfach nicht für 2 Herzen aus.

Kommentare:

  1. Huhu,

    ich hab dir ja schon über FB ein Kommentar in der Gruppe hinterlassen, aber möchte gerne hier auch noch was schreibseln :)

    Ich hab das Buch auch gelesen und wir sind uns wirklich in vielen Punkten einig. Besonders mit den Wörtern die einfach nicht passen! Das fand ich bei dem Werk recht auffällig.

    Eigentlich Schade um das Buch, denn die Story dahinter hat Potential find ich, nur wurde es nicht abgeschöpft.

    Auch mit den Hauptcharakteren die irgendwie dem Buch fehlen. Wobei am ehesten die böse Magieren dafür in Frage kommt.

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    1. Hi,
      vielen Dank!
      Ich bin gerade dabei deine Rezi zu lesen! ;)

      Die Story dahinter war mir viel zu aufgeteilt, so als könnte sich der Autor nicht entscheiden, was er erzählen will, einmal das mit den Hierlingen, dann die ganze Sache mit Roke, die Medaillons und Nadim hatte mit Allem ja überhaupt nichts zu tun.

      Ja stimmt Roke, nahm einen großen Teil des Erzählens ein und eigentlich hat sich ja alles um sie gedreht.

      Ganz liebe Grüße
      Anja

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    2. Stimmt, es war überhaupt nicht strukturiert und es wurde immer hin und her gesprungen zwischen den einzelnen Handlungssträngen, die irgendwie nicht alle auf einen Punkt hinzuarbeiten schienen. Nadim kommt ja erst mal zum Schluss, hätte früher mit ihm gerechnet wobei ich sagen muss der Schluss des Buches war noch das Beste und nicht nur weil es dann fertig war :)

      LG Alexa

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    3. Ich hatte zuerst geglaubt, dass das mit den Hierlingen der Pakt war. Aber da kein Nadim vorkam, hat mich das stutzig gemacht.

      Liebe Grüße
      Anja

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