Dienstag, 12. März 2013

Rezension: 1984 von George Orwell



»Big Brother is watching You!«

© Ullstein Taschenbuch (Klick!)

 

Klappentext


Der Klassiker
Orwells Roman über die Zerstörung des Menschen durch eine perfekte Staatsmaschinerie ist längst zu einer scheinbar nicht mehr erklärungsbedürftigen Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. Sein literarischer Erfolg verdankt sich einem beklemmenden Wirklichkeitsbezug, dem sich auch der Leser von heute nicht entziehen kann


Vorabbewertung

5/5 Herzen

 



 

 

 

Infos 


  • Autor: George Orwell wurde am 25. Juni 1903 in Motihari, Bihar, als Eric Arthur Blair geboren und starb am 21. Januar 1950 in London an Tuberkulose nach zweijähriger Krankheit. Er war ein britischer Schriftsteller, Essayist und Journalist.
  • Originaltitel: Nineteen-Eighty-Four
  • Seitenanzahl: 384 Seiten
  •  Einzelband
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch
  • ISBN: 978-3548234106
  • Verfilmung: Ja, Erscheinungsjahr 1984 (!)

Inhalt in eigenen Worten 


Winston Smith lebt in Ozeanien, eine von drei Supermächten (Eurasien, Ostasien), die die Welt untereinander aufgeteilt haben. Er arbeitet im Ministerium für Wahrheit, das systematisch die Vergangenheit ändert. Denn was gerade jetzt passiert, war schon immer so. Eine richtige Geschichte gibt es so nicht, weil sie dauernd verändert wird.
Mit dem Schreiben eines Tagebuchs und dem Festhalten bestimmter Erinnerungen und Geschehnisse versucht er etwas gegen das totalitäre Regime zu unternehmen. Ihm zu strotzen. Außerdem beginnt er eine Liebesgeschichte mit Julia, die eigentlich absolut verboten ist. Als er sich vor O’Brien als Regimegegner outet, nimmt ihn der in die geheime Bruderschaft, eine Untergrundorganisation die gegen das Regime arbeitet, auf, indem O’Brien Winston ein Buch mit den Grundsätzen der Bruderschaft und ihren Regeln übergibt. Winston verspricht alles, wirklich alles zu tun um wenigstens etwas Kleines zu verändern.
Als er sich in einem Versteck dem Buch widmet, wird er aber von der Gedankenpolizei überführt und in das Ministerium für Liebe geschleppt. Dort wird er grausam gefoltert, damit er alles was er verbrochen hat gesteht und noch so einiges mehr, was sie ihm unterstellen. Er hat keine Wahl, er gesteht alles.
Die Leute im Ministerium versuchen ihn zu heilen. Für sie ist er wahnsinnig und sie versuchen eben alles, damit er wieder normal wird.
   


Datei:1984 fiktive Weltkarte.png
fiktive Weltkarte aus dem Roman 1984
David Remahl


Persönlicher Eindruck

Nach dem Tod von Kim Jong-il, dem ehemaligen Staatsoberhaupt von Nordkorea, am 17. Dezember 2011, wurde in den Medien ausführlich über die Diktatur, unter der Nordkorea steht, berichtet. Auch, dass die Natur um ihn trauert wurde behauptet. Die Regierung legte es so aus, dass ein zugefrorener See aus Trauer aufgesprungen wäre, war eine sehr skurrile Nachricht, die uns die Medien zukommen ließen.

Für mich ist es unvorstellbar, dass die Menschen in Nordkorea so sehr von der Diktatur in ihrem Land überzeugt sein können, auch wenn sie nichts anderes kennen, da sie von der restlichen Welt abgeschirmt werden. Als ich mit meinem Papa damals darüber diskutiert habe, hat er mir daraufhin das Buch 1984 empfohlen und ziemlich bald darauf geschenkt, da es sich in diesem Buch um ein totalitäres Regime handelt. 

Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Im ersten wird vor allem die Gesamtsituation von ganz Ozeanien beschrieben. Wie das System Funktioniert, wie es den Menschen dabei geht, wie sie denken. Aber auch vor allem Winstons Situation. Er schwimmt mit dem Strom mit, man merkt aber, dass er aus dieser Unterdrückung ausbrechen will. Man bekommt einen sehr genauen Einblick in ein trostloses, eintöniges und ständig überwachtes Leben. Während des Lesens spürt man einen aufkeimenden Frust, da man Winston vollkommen versteht, wenn er etwas Freiheit will, aber fast nichts dafür tun kann.
 
Orwells Sprache ist sehr verständlich. Er versteht es einen von dem zu überzeugen, was er schreibt und mit diesem unfassbaren Thema den Leser in den Bann zu ziehen. Mit seinen Beschreibungen über diese Welt klingt alles so logisch. Als man am Anfang von diesen grausamen Machenschaften erfährt, wünscht man sich sofort, dass Winston zum Rebell wird.
Wenn man darüber nachdenkt, wann Orwell das Buch geschrieben hat und welche Zeit er sich dabei vorgestellt hat, weiß man, dass Orwell schon damals einen konkreten Blick in die Zukunft hatte und wie exakt Orwell insbesondere den Zustand der späteren kommunistischen und diktatorischen Systeme vorausgesehen hat. Dies ist beeindruckend und erschreckend zugleich. 

Fazit 

Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, da es eindeutig Weltliteratur ist und  als Grundstein für sehr viele weitere Dystopien gelten kann. Ich finde immer wieder vergleichbare Themen in Büchern aus diesem Genre und so sollte man 1984 auf jeden Fall einmal in seinem Leben gelesen haben!


 

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