Montag, 16. Mai 2016

Rezension: Roboter stehlen deinen Job, aber das ist OK.


WIE MAN DEN WIRTSCHAFTSKOLAPS GLÜCKLICH ÜBERLEBT



Inhalt

Du wirst unnötig werden. Du glaubst, du bist besonders, einzigartig und dass was auch immer es ist, das du tust, unmöglich ersetzt werden kann. Du liegst falsch. Während wir sprechen, laufen Millionen von Algorithmen, die von Computerwissenschaftlern erschaffen wurden, verzweifelt auf Servern überall auf der Welt nur mit einem Ziel: zu tun, was auch immer Menschen tun können, aber besser.

Das ist das Argument für ein Phänomen namens technologische Arbeitslosigkeit, eines, das die moderne Gesellschaft durchdringt. Doch ist dies wirklich der Fall? Oder ist es lediglich eine futuristische Fantasie? Was wird in den nächsten Jahren aus uns werden und was können wir tun, um einen katastrophalen Kollaps der Gesellschaft zu verhindern?





 Infos
  • Autorin: Er hat über Wissenschaft, Technologie, Internet-Communities, künstliche Intelligenz und Klimawandel geschrieben. Er ist BSc in Computer-Wissenschaften der Universität von Verona und hat den Online-Kurs Machine Learning der Stanford Universität abgeschlossen. 2012 hat er die Singularity Universität absolviert im NASA Ames Research Park, Silicon Valley, einem speziellen Programm, das darauf abzielt, die großen Herausforderungen der Menschheit durch exponentiell wachsende Technologien zu fördern. Er ist Gründer und CEO von Konoz. (Quelle: http://roboter.serendii.com/ 15.5. 2016)
  • Einband: flexibler Einband
  • Seitenanzahl: 272 Seiten
  • Verlag: serendii
  • ISBN:  978-3950387803

Meine Meinung

Roboter stehlen deinen Job befasst sich mit dem Szenario, wenn Roboter vollständig unsere Jobs übernehmen. Was machen wir, wenn wir alle arbeitslos sind? Teilweise ist das ja schon eingetreten. Pistono holt weit aus, um das Phänomen der Technologisierung zu erklären, geht dafür in die Mathematik, in die Philosophie und versucht das Netz an Zusammenhängen aufzuschlüsseln. Er stellt ziemlich viele Studien und Geschichten vor und ist an manchen Stellen mehr Lebensratgeber als wissenschaftlich wegweisend. Am Anfang (also der erste Teil) zieht es sich etwas, ich hab ewig dafür gebraucht, da ich zum einen das Gelesene ein bisschen verarbeiten musste und öfters Pausen brauchte, zum anderen war es stellenweise langweilig, was mich nicht zum Weiterlesen ermuntert hat.

Teil 2 und 3 sind da meiner Meinung nach besser. Wobei Pistono nicht unbedingt Lösungen für mehr Arbeit für den Menschen findet, sondern wie man im Alltag Geld sparen kann, um über die Runden zu kommen. Er versucht zwar ganzheitlich zu denken und greift viele Aspekte des Lebens auf, jedoch sollte einem bewusst sein, dass es wirklich um das Glücklich sein geht. Wir man als Mensch trotz fehlender Arbeit ein ausgefülltes Leben leben kann. Wo man allerdings dann Geld herbekommen soll (und so funktioniert unsere Gesellschaft momentan eben), lässt er außen vor. 

Der Schreibstil war für mich anfangs gewöhnungsbedürftig, da er mich als Leser immer wieder persönlich angesprochen hat, bei dem ich aber nicht so richtig sagen kann, ob es mir gefallen hat. Man ist zwar dadurch voll in die Thematik miteingebunden, es verliert dadurch aber ein bisschen das professionelle (? ich kann es irgendwie nicht besser ausdrücken). Das Buch dient aber sehr wohl dafür, seinen Horizont zu erweitern und als Anregung zum Nachdenken, was die Gesellschaft vorgibt, und wie es möglicherweise anders sein kann.

Fazit

Ein Buch, das teils Lebensratgeber und teils Sammlung von Statistiken/Wissenschaften/Möglichkeiten ist und sehr zur Horizonterweiterung beiträgt. Das Buch hat aber, vor allem am Anfang, einige Längen und kann nicht an allen Stellen überzeugen. Es regt zum Nachdenken an und der Leser/die Leserin wird durch die direkte Anrede durch den Autor voll in das "Geschehen" mit einbezogen.

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