Dienstag, 5. April 2016

Rezension: Die unsichtbare Heldin von J. Vellguth


Was wäre, wenn du die Fähigkeit hättest, dich unsichtbar zu machen?



Klappentext

Erfolglos bei ihrer Doktorarbeit. In den Augen ihres Vaters eine Niete. Und jetzt soll auch noch das Haus ihrer Eltern zwangsversteigert werden. Anja ist am Boden zerstört und weiß nicht mehr, was sie machen soll – bis ein Schild im Schaufenster eines Teeladens die Lösung all ihrer Probleme verspricht. Aber sind die Dinge tatsächlich so einfach, wie sie scheinen? Und wofür darf sie ihre neuen Fähigkeiten überhaupt einsetzen? Anja schlittert von einem moralischen Dilemma ins nächste, während sie versucht, ihr Leben in den Griff zu bekommen.








Infos
  • Autorin: J. Vellguth entführt ihre Leser in fantastische Welten mit lebendigen Charakteren. In ihren Büchern mischt sich ihr Hintergrund als Astrophysikerin mit ihrer Faszination von Mystik und Magie. Begleite sie auf ihren Abenteuern und fühle den Zauber ihrer Geschichten. (Quelle: http://www.lovelybooks.de/autor/J.-Vellguth/ 4.4..2016)
  • Einband: Taschenbuch
  • Seitenanzahl: 196 Seiten
  • Verlag: Self Publishing
  • ISBN: 9781530273263
  • Fortsetzungen: 2) Die sichtbare Heldin, 3) noch unbekannt


Meine Meinung


Ganz untypisch für mich, wage ich mich (erneut) in  das Gebiet der Superhelden und wieder muss ich leider sagen, dass es nicht so überzeugend war, wie ich es mir erwartet habe. (Hier: Rezi zu Basaltblitz) Diesmal geht es um Anja (meine Namensvetterin ;), die die Kraft der Unsichtbarkeit erlangt. Die Idee ist wirklich nicht schlecht, wer hat sich nicht schonmal gewünscht unsichtbar zu sein?

An der Umsetzung hapert es jedoch ziemlich. Chick Lit trifft auf Fantasy und der phantastische Anteil ist leider sehr gering. Die Unsichtbarkeit wird nicht zum Hauptthema in der Geschichte, sondern ist eines von vielen. Ein Problem mehr in Anjas Leben. Das Buch behandelt so viele unterschiedliche Themen, dass es für die wenigen Seiten einfach zu viel war, um sie wirklich glaubhaft und echt darzustellen.

Die Charaktere waren sehr oberflächlich gezeichnet. Anja selbst hat sehr viele Widersprüche in sich. Sie wird als unscheinbar, unsicher und als Versagerin dargestellt, aber schon allein, wie sie  handelt und spricht, scheint mir nicht so zu den Beschreibungen zu passen. Anja war mir nicht sympathisch. Ihre kindischen Gedanken und Handlungen passten nicht zu dem Bild einer erwachsenen Frau. Ich konnte nur den Kopf schütteln, weil sie mir unheimlich dumm vorgekommen ist. Vor allem die Reaktionen auf die Unsichtbarkeit waren sehr, sehr unglaubwürdig. Und dass Anja als Wissenschaftlerin da nicht genauer nachforscht und es irgendwann so hinnimmt... naja.

Der Plot ist sehr flach und an manchen Stellen zu gewollt. Die Autorin wollte Anja auf Teufel komm raus gut darstellen und alle anderen sind böse. Alles ist sehr schwarz weiß gezeichnet. Der Plot konnte mich einfach nicht überzeugen. Es fehlt der rote Faden  und es ist ein ständiges hin und her zwischen den einzelnen Themen. Die Geschichte ist nicht ganz rund, hat zu viele Unstimmigkeiten. Der Plot wirkt zu sehr konstruiert und es wird einfach zu viel angesprochen, aber nicht gut ausgearbeitet.

Der Schreibstil ist auch nicht sehr ausgereift. Für mich war es sehr holprig zu lesen und ohne sprachliche oder stilistische Besonderheit. Die Dialoge schienen gestellt, Erklärungen haben sich immer wieder wiederholt und der Satzbau ist nicht sehr anspruchsvoll. Meine Erwartungen waren eindeutig zu hoch und das Buch konnte sie nicht erfüllen.

Fazit

Nicht mein Fall. Zu wenig Fantasy, zu flache, oberflächliche Charaktere und ein holpriger Schreibstil konnten mich neben einem unausgereiften Plot ohne roten Faden nicht überzeugen.

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