Sonntag, 24. August 2014

Rezension: Die Herrscher von Dhaleth - Feueropal von Priska Lo Cascio


VIER ÜBERNATÜRLICHE VÖLKER, VIER GEWÖHNLICHE MENSCHEN UND EIN KRIEG, DER ALLES ZU ZERSTÖREN DROHT.



Thienemann Verlag (Klick!)

Klappentext


Vier einen perfekten Kreis bildende Steine, doch der Feueropal ist verschwunden - und damit die Einheit der vier Völker Dhaleths gebrochen! Nur vier Auserwählte aus der Menschenwelt sind eventuell in der Lage, Dhaleth vor der Zerstörung zu retten. Für die vier ist es nicht leicht, sich in dieser völlig fremden Welt und zwischen den Dhalethern mit deren übernatürlichen Kräften zurechzufinden - trotzdem begeben sie sich auf eine Suche voller Hindernisse und Abenteuer. Können sie Dhaleth und damit auch die Welt der Menschen retten?




Bewertung

4/5 Herzen


 

Infos

  • Autorin: 1972 in Bern geboren und aufgewachsen, war Priska Lo Cascio bereits in frühster Jugend fasziniert von Kulturen und Geschichten aus aller Welt. Nach der Ausbildung zur Reisefachfrau hat es sie mehrere Jahre lang auf die Britischen Inseln, nach Italien und in den Nahen Osten gezogen, bevor sie sesshaft wurde.
    Seit 1998 lebt sie mit Ehemann und Sohn in Zürich und arbeitet hauptberuflich für einen Schweizer Reiseveranstalter. Wenn sie nicht gerade schreibt, stöbert sie oft und gerne durch herrlich verstaubte Geschichtsarchive oder versucht sich im Studium nicht ganz alltäglicher Sprachen. (Quelle: http://www.thienemann-esslinger.de/thienemann/autoren-illustratoren/autordetail-seite/priska-lo-cascio-1162/ 15.8.2014)
  • Seitenanzahl: 409 Seiten
  • Einband: fester Einband
  • Fortsetzungen: ?
  • Verlag: Thienemann Verlag
  • ISBN: 978-3-522-20200-8


Meine Meinung


Es gibt sie noch, die Fantasy Bücher, die einen umhauen, die einen mit ihrer Fantasie verzaubern, die authentisch und kraftvoll sind, die frischen Wind reinbringen, Erde aufwühlen, Feuer entfachen und Wasser zum Toben bringen. Auch wenn ich im Folgenden ein paar Kritikpunkte nennen muss, können diese bei weitem dieses Buch nicht schlecht machen.

Dieses Buch handelt von vier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können (wie sie sich aufgrund der Sprachbarrieren trotzdem unterhalten konnten, ist mir bis jetzt noch ein Rätsel, aber in Fantasybüchern ist ja alles möglich, nicht ;)? ). Allen vier wird viel Raum in der Geschichte gegeben. Manchen mehr, manchen weniger und sie erzählen abwechselnd was ihnen passiert. Am Anfang wird jedem ein Kapitel gewidmet und ich fand es sehr gelungen, wie man als Leser die Charaktere kennenlernt. Sie haben von Anfang an klare Konturen, Ecken und Kanten und waren alle sehr liebevoll gezeichnet. Zusätzlich zu den vieren wird noch einer Person gestattet aus ihrer Sicht zu erzählen und da kommen jetzt auch schon zwei der Kritikpunkte.

Es waren mir am Anfang zu viele Personen, die ich mir merken musste. Ich habs oft nicht so mit dem Namensgedächtnis und habe oft vergessen, wer jetzt mit wem und wie und was. Mit der Zeit reduziert sich das ein bisschen und vielleicht hab ich anfangs auch zu unaufmerksam gelesen. Der zweite Punkt bezieht sich auf die Sichtwechsel. Es waren fünf Personen und ich fand alle fünf Sichten sehr interessant, nur haben diese sich nicht regelmäßig abgewechselt, sondern wurden mehr auf zwei Personen, nämlich auf Kukiko und Moussa, gerichtet, obwohl ich auch gern mehr von den anderen lesen hätte wollen. Kann natürlich sein, dass es jetzt nur mir so vorgekommen ist. Aber Jörn kommt meiner Meinung nach viel zu kurz. Da hoff ich aber, wegen dem gemeinen Cliffhänger am Ende, dass sich das in der Fortsetzung ändern wird. (Ich hoffe stark, dass es einen zweiten Band geben wird!)

Die Geschichte an sich ist klar strukturiert und die Autorin hat ihr Zeit gelassen, sich gemeinsam mit den Charakteren zu entwickeln. Für meinen Lesegeschmack ist das immer besonders wichtig und macht auch für mich einen guten Roman aus. Leider hat sich die Suche nach dem Feueropal in der Mitte etwas gezogen und wurde etwas langwierig. Das spannende und gefühlvolle Ende macht das aber auf jeden Fall wieder wett. Ich war ziemlich gerührt und konnte mir die starken Gefühle gar nicht erklären. Sie sind mir halt doch alle sehr ans Herz gewachsen.
Die magische Welt Dhaleth war plausibel und verständlich erklärt. So wie den vier Auserwählten wurde jedem Reich Dhaleths gebührend viel Aufmerksam geschenkt. Das Erdreich kam zwar ein bisschen kurz, aber ich hoffe ja noch auf die Fortsetzung.

Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu lesen, sehr ausschmückend und einnehmend. Sie hat mich damit in ihren Bann und einen tollen Lesefluss gezogen. Ihre Vorstellungskraft und ihr Einfallsreichtum haben mich echt überzeugt und sehr beeindruckt zurückgelassen. Ich bin echt schon gespannt, wie jetzt, nachdem die ersten Weichen für diese neue Welt namens Dhaleth gestellt sind, das ganze weiter gehen wird, ob es wie ein nach Hause kommen sein wird oder doch wieder ganz neu. Es gibt bestimmt noch vieles zu entdecken.

Fazit

Die Herrscher von Dhaleth gehören für mich jetzt schon zu den Fantasyhighlights des Jahres 2014. Ich bin beeindruckt von den tollen Charakteren, von der Welt Dhaleth, der Magie, die mich verzaubert hat und der spannenden Geschichte um den Feueropal. Ich freu mich schon auf weitere Abenteuer mit den vier Auserwählten und den restlichen liebgewonnen Personen. Das fünfte Herz hab ich nur nicht gegeben, da ich doch ein bisschen was auszusetzen hatte und für mich noch gefühlsmäßig immer noch Luft nach oben ist.

1 Kommentar:

  1. Hey,

    ich habe dich getaggt und würde mich sehr freuen, wenn du mitmachst:)
    Mehr Infos und die Fragen findest du hier: http://anneblogt.de/?p=1935

    LG
    Anne

    AntwortenLöschen

Ihr Lieben, was auch immer euch gerade zu meinem Beitrag auf dem Herzen liegt, sagt es mir!

Schreibt einfach drauf los: