Freitag, 19. Juli 2013

Rezension: Die Time Catcher von Richard Ungar (Band 1/2)

 

Eine Reise durch die Zeit, an die spannendsten Orte der Welt - Mit dem gewieftesten Dieb von allen!


cbj Verlag (klick!)

Klappentext

Durch die Zeit zu reisen, um unbezahlbare Objekte aus der Vergangenheit zu klauen, ist das Größte. Wenn man das dann auch noch mit seiner besten Freundin tun kann - umso beser. Insofern ist das Leben des 12-jährigen Caleb perfekt. Bis eines Tages ein anderer Time Catcher beginnt, seine Touren zu sabotieren. Und ihm die beste Freundin auszuspannen.. Und sein Boss größenwahnsinnig und immer skrupelloser wird.

Mehr als ein Grund für Caleb, über Flucht nachzudenken. Bloß ist kein Ort der Welt -  in Vergangenheit und Zukunft - sicher vor  dem Zugriff des Boss'. Und Abtrünnigen droht die härtesten Strafe von allen.

Wird Caleb alles riskieren, um in der Zukunft zu landen, die er sich erträumt?



 

 

Bewertung

3/5 Herzen




Infos

  • Autor: Richard Ungar war immer schon fasziniert von der Idee, durch die Zeit reisen zu können. In »Die Time Catcher«, seinem ersten Roman für Kinder und Jugendliche, lässt er denn auch seine Helden nur so durch die Jahrhunderte jetten. Richard Ungar ist von Hause aus Jurist und widmet sich dem Schreiben zu Hause in Toronto, wo er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt. (Quelle: Verlag)
  • Seitenanzahl: 412 Seiten
  • Widmung: In Erinnerung an Philip Azimov R. U.
  • Originialtitel: Time Snatchers
  • Einband: gebunden
  • Die Time Catcher ist der erste Band einer Reihe
  • Fortsetzungen: noch nicht erschienen
  • Verlag: cbj-Verlag
  • ISBN: 978-3-570-15574-5



 Eigene Meinung


Zeitreisen, Diebe und die Zukunft kombiniert? Das musste ich einfach lesen! Der Klappentext ist vielversprechend und ich hatte mir unbewusst schon hohe Erwartungen gesetzt. Leider war die Geschichte dann doch irgendwie anders, als ich sie mir vorgestellt hatte und ich wurde in mancherlei Hinsicht enttäuscht. Aber das ist halt sehr subjektiv und individuell.

Das Buch ist flüssig zu lesen und der Schreibstil sehr jugendlich und einfach gehalten. Ich konnte mir alles gut vorstellen, da alles sehr bildhaft und lebhaft beschrieben wurde. Die Geschichte wird von Caleb aus der Ich-Perspektive erzählt, so bekommt man alles aus seiner Sicht mit und kann seinen Gedanken und Einstellungen folgen.

Die Charaktere sind noch sehr jung, 12 oder 13, doch sie benehmen sich, als wären sie schon viel älter. In der Leserunde auf Lovelybooks wurde von prouge der Gedanke in die Runde geschmissen, dass die Geschichte ursprünglich für eine ältere Zielgruppe geschrieben wurde und erst im Nachhinein das Alter der Protagonisten und somit auch das Zielgruppenalter heruntergesetzt wurde. Vom Gefühl her kann ich dem zustimmen.
Caleb hat einen sehr angenehmen Charakter, obwohl er öfters den Mund aufmachen hätte können und es ihm an Durchsetzungsvermögen mangelt, was manchmal etwas nervt.
Die Nebencharaktere bleiben ziemlich blass, ich wurde aus ihnen nicht schlau. Hätte ich mehr über sie erfahren, oder hätten sie eine positivere Rolle in Calebs Leben gespielt, hätte das einiges rausreißen können.

Und da wären wir schon bei diesem unangenehmen Gefühl, dass ich die ganze Zeit während dem Lesen hatte. Ich war frustriert, immer, vom Anfang bis zum Ende. Am Anfang war es aber noch besser, da hab ich es wirklich sehr gemocht, aber ich mag es gar nicht wenn dieses frustrierende Gefühl aufkeimt und ich es nicht loswerde. Woher das kam? Alles, wirklich alles in Calebs Leben läuft langsam den Bach runter. Keine, naja viellleicht eine einzige, Szene gab es wo Caleb wirklich Erfolg hatte. Ich will einfach keine Geschichte lesen, die mich selbst so runterzieht. Deswegen war ich so frustriert.

Einige Logikfehler hab ich auch gefunden und manches ist einfach, auch für einen Fantasy/Dystopie Roman, sehr unglaubwürdig und wo ich einfach nur den Kopf geschüttelt hab. Viel Handlung findet man auch nicht. Es geht hauptsächlich um den Streit zwischen Caleb und seinem Widersacher Mario, der mit der Zeit einfach nur mehr lächerlich und langweilig wurde. Die Catches, also die Diebeszüge, fand ich jetzt auch nicht so spannend.

Ja, das Buch spiel 2061, und mir gefällt, was der Autor sich für die Zukunft ausgedacht hat. In dieser Zukunft spielen mal nicht Kriege die Hauptrolle sondern mehr oder weniger Freundschaft. Ganz speziell die Freundschaft zwischen China und USA. Er übertreibt natürlich alles maßlos, aber das macht das ganze sehr sympathisch und hat sehr viel Charme.

Das Ende bleibt eigentlich mehr oder weniger offen mit einigen Cliffhängern... Es hat mich ebenfalls nicht so ganz überzeugt und mit einem unangenehmen Gefühl zurück gelassen.

Fazit

Leseempfehlung von mir für Jugendliche bis 16. Wenig Handlung, blasse Charaktere und einige Logikfehler konnten mich nicht vollständig überzeugen. Die Idee ist aber sehr innovativ mit tollen Ausbaumöglichkeiten, das lässt auf den zweiten Band hoffen.

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